Aldi, Lidl und Co.: Werden nun auch noch DIESE Produkte teurer?

Aldi gegen Lidl - der ultimative Vergleich

Aldi gegen Lidl - der ultimative Vergleich

Zahlen, Daten, Fakten: Wo ist es günstiger? Wer ist größer? Welcher Discounter steht in der Kritik?

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Die Lebensmittelpreise bei Aldi, Lidl und Co. sind in diesem Jahr zum Teil merkbar angesteigen – unter anderem bedingt durch Lieferengpässe aufgrund der Corona-Pandemie. Laut dem Food Price Index der FAO (Food and Agriculture Organization) sind Lebensmittel im November 2021 mehr als 20 Prozent teurer als noch im November letzten Jahres.

Doch auch verbesserte Tierhaltungsformen oder nachhaltigere Produktionsketten können den Preis für Lebensmittel bei Aldi, Lidl und Co. erhöhen. Genau das könnte nun auf ein ganz bestimmtes Produkt zukommen.

Aldi, Lidl und Co.: Werden ausgerechnet Eier bald teurer?

Die Rede ist vom guten alten Hühnerei. Bereits jetzt machen die Legehennenhalter Verluste. Hohe Futter- und Energiekosten sowie Tierwohl-Investitionen führen dazu, dass die Produktion von 100 Eiern rund 10,50 kostet – beim Verkauf bekommen sie jedoch nur rund 10 Euro zurück.

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Das ist Aldi:

  • Aldi Nord und Aldi Süd sind zwei separate Unternehmensgruppen in Essen und Mülheim
  • Aldi steht für Albrecht-Discount: 1913 machte sich Karl Albrecht in Essen als Brothändler selbstständig
  • 1962 wurde der Familienbetrieb zu einem reinen Discounter umfunktioniert und hat den heutigen Namen „Aldi“ gekriegt
  • Die Trennung in Nord und Süd erfolgte 1961
  • Mittlerweile zählt Aldi zu den zehn größten Einzelhandelsgruppen weltweit

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Zudem verbietet der Staat ab dem 1. Januar 2022 das Töten männlicher Eintagsküken. Das heißt: Die Halter müssen künftig bei der Produktion ein Geschlechtsbestimmungsverfahren im Ei durchführen.

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Dieses Verfahren und die Tierwohl-Auflagen machen die Produktion eines einzelnen Eis um bis zu vier Cent teurer – so die Rechnung des Bundesverbandes Ei e.V. (BVEi).

Verband besorgt: Bald keine deutschen Eier mehr bei Aldi, Lidl und Co.?

Das mag nach wenig klingen – doch im Laden könnte das bedeuten, dass eine 10er-Packung Eier dann plötzlich 40 Cent teurer ist. Möglicherweise greift der ein oder andere Kunde dann lieber zu einem billigeren Produkt mit niedrigeren Tierwohl-Standards.

Eine Sorge, die auch der BVEi-Vorsitzende Henner Schönecke teilt. „Wenn Einzelhandel und Verbraucher nicht bereit sind, mehr Geld für das wertvolle Lebensmittel Ei auszugeben, dann droht der heimischen Eierproduktion das Aus", wird er auf „dgs-magazin.de“ zitiert.

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Keine deutschen Eier mehr in unseren Supermarkt-Regalen? Schönecke meint das ernst: „Der Verbraucher hat es mit seinem Einkaufsverhalten in der Hand, die Zukunft der deutschen Legehennenhalter zu sichern."

Er verweist darauf, dass das Verbot des Kükentötens ein rein deutscher Beschluss ist. In anderen EU-Länder gelte diese Regel nicht – das sorge für einen massiven Wertbewerbsnachteil der deutschen Legehennenhalter. (at)