Aldi, Lidl und Co.: Katastrophale Erkenntnis! So schlimm ist der Konsum von Billig-Fleisch wirklich

Aldi und Lidl: So schlimm ist der Konsum von Billig-Fleisch wirklich. (Symbolbild)
Aldi und Lidl: So schlimm ist der Konsum von Billig-Fleisch wirklich. (Symbolbild)
Foto: imago images / Chris Emil Janßen

Bei den Discountern wie Aldi, Lidl, und Co. werden viele Lebensmittel sehr billig angeboten. Zu diesen Produkten gehört auch Fleisch.

Eine Studie hat nun bei Hähnchen-Fleisch, welches bei Aldi und Lidl gekauft wurde, untersucht und fördert Katastrophales zu Tage.

Aldi und Lidl: Studie zu Hähnchen-Billig-Fleisch

Für die Studie, welche von der Ruhr-Universität Bochum im Auftrag von „Germanwatch“ durchgeführt wurde, wurde Hühnchenfleisch untersucht. Dieses war in Polen, Deutschland, den Niederlanden und Spanien bei Aldi und Lidl im September 2020 gekauft worden. 165 Hähnchen-Fleisch-Proben wurden ausgewertet.

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Das ist Aldi:

  • Aldi Nord und Aldi Süd sind zwei separate Unternehmensgruppen
  • Aldi steht für Albrecht Diskont: In 1913 machte sich Karl Albrecht in Essen als Brothändler selbstständig
  • In 1962 wurde der Familienbetrieb zu einem reinen Discounter umfunktioniert und hat den heutigen Namen „Aldi“ gekriegt
  • Die Trennung in Nord und Süd erfolgte in 1961
  • Mittlerweile zählt Aldi zu den zehn größten Einzelhandelsgruppen weltweit
  • Jede Woche erscheinen Prospekte mit Angeboten

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Das Fleisch stammt von den drei größten Geflügelkonzernen Europas: PHW (zu dem Konzern gehört unter anderem auch Wiesenhof), der LDC-Gruppe und Plukan.

Aldi und Lidl: Billig-Fleisch schneidet sehr schlecht ab

Am „besten“ schnitt das Hähnchen-Fleisch von Pukan ab. Etwa jede dritte Probe beinhaltete Antibiotika-Resistenzen, jede Vierte auch gegen Reserve-Antibiotika. Aber das Fleisch von Pukan wies die höchste Rate an ESBL-produzierenden Krankheitserregern auf. Diese sind besonders für alte und kranke Menschen und Kleinkinder gefährlich.

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Bei dem Fleisch der LDC-Gruppe waren 57 Prozent der Proben kontaminiert. 45 Prozent der Hähnchen-Fleisch-Proben dieses Unternehmens wiesen Reserve-Antibiotika-Resistenzen auf.

Aldi, Lidl und Co.: So schlimm ist der Konsum von Billig-Fleisch wirklich

Am stärksten waren die Proben von PHW betroffen. Bei 59 Prozent wurden antibiotika-resistente Krankheitserreger entdeckt. Jede dritte Probe wies Resistenzen gegen gegen Reserve-Antibiotika auf. Die Proben des Konzerns mit dem Stammsitz in Deutschland wiesen demnach die schlechtesten Werte auf.

„Die hohen Resistenzraten – besonders gegen Reserveantibiotika – haben uns überrascht und schockiert. Antibiotikaresistenzen sind ein enormes Gesundheitsrisiko für Menschen“, so Reinhild Benning, Expertin für Tierhaltung bei „Germanwatch“, in der Pressemitteilung von „Germanwatch“. Kontaminiertes Geflügel-Fleisch konnte dazu beitragen, dass sogar die letzten wirksamen Antibiotika immer häufiger versagen würden, so Benning weiter. „Germanwatch“ fordere von der EU-Kommission den Einsatz von Reserve-Antibiotika in der Tierhaltung zu verbieten, heißt es weiter. (gb)

 
 

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