Aldi, Lidl und Co.: Experte warnt vor Werbung – „Mitten in einer Pandemie ist das keine gute Idee“

Aldi gegen Lidl - der ultimative Vergleich

Aldi gegen Lidl - der ultimative Vergleich

Zahlen, Daten, Fakten: Wo ist es günstiger? Wer ist größer? Welcher Discounter steht in der Kritik?

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Seit November machen Discounter wie Aldi, Lidl und Co. das große Geschäft. Sie sind nämlich nicht vom Lockdown, wie der Großteil des Einzelhandels, betroffen. Dabei locken diese auch mit günstigen Angeboten.

Ob Fitnesszubehör, Kleidungsartikel oder technische Ausrüstung fürs Home-Office - Aldi, Lidl und Co. setzen dabei gezielt auf wechselnde Angebote. Das Resultat: die Produkte sind schnell ausverkauft und es werden zusätzliche Umsätze eingefahren.

Aldi, Lidl und Co.: Verbraucherzentrale warnt vor Lockangeboten

Die Verbraucherzentrale Hessen warnt jedoch in einer Pressemitteilung vor dem Risiko, was mit diesen lukrativen Angeboten einhergeht. Es wurden nämlich aktuell viele Beschwerden gemeldet, dass derartige Artikel bereits kurz nach Ladenöffnung ausverkauft waren. So greifen Familien auf eine Alternative zurück: Die ganze Familie sucht gleichzeitig mehrere Filialen auf, was natürlich größere Kundenströme auslöst.

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„Mitten in einer Pandemie ist das keine gute Idee, weil mit Risiken für uns alle verbunden“, so Peter Lassek, Jurist bei der Verbraucherzentrale Hessen. „Discounter sollten ihre Werbepraxis überdenken. Und Verbraucherinnen und Verbraucher sollten sich von Schnäppchen-Angeboten nicht in Läden locken lassen, die sie nicht ohnehin aufsuchen wollten und gegebenenfalls von digitalen Verfügbarkeitsabfragen für Aktionsangebote Gebrauch machen.“

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Das Problem ist aber nicht nur auf Hessen beschränkt. Das Saarland überlegt aktuell, dass derartige Werbung verboten werden soll. „Es wäre aber bereits hilfreich, wenn irreführende Werbung mit sofort ausverkauften Lockangeboten endlich schärfer sanktioniert werden würde“, so Lassek weiter. „Denn regelmäßig sehen sich Menschen von diesen Angeboten getäuscht.“

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Tipps der Verbraucherzentrale im Umgang mit Lockangeboten

  • Nicht abwimmeln lassen - Personal ansprechen
    Spreche das Problem gegenüber dem Personal offen an, dass du den Laden insbesondere wegen des Angebots aufgesucht hast und nun vor leeren Regalen stehst.
  • Sei hartnäckig!
    Bitte das Personal oder den Filialleiter, in anderen Filialen zu fragen, ob die Angebotsware dort noch verfügbar ist und reserviert werden könnte.
  • Wende dich an den Anbieter
    Schreibe die Unternehmensleitung oder den Kundenservice an und schildere den Fall. Hier ist auch eine einfache Kontaktmöglichkeit: Social-Media-Plattformen
  • Melde den Fall der Verbraucherzentrale
    Hilf dabei Lockangebote aufzudecken. War der Vorrat nicht "angemessen" und hat das Geschäft nicht deutlich genug darauf hingewiesen, können die Verbraucherzentralen das Geschäft gegebenenfalls wegen "Irreführung" belangen.

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Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht können allerdings nicht von Privatpersonen verfolgt werden, sondern nur von gewerblichen Verbänden, von den Konkurrenten des Händlers oder eben von der Verbraucherzentrale. (pag)