Aldi, Lidl und Co.: In diesen Produkten steckt Tönnies-Fleisch

Kunden von Aldi, Lidl und Co. sind nach dem Corona-Ausbruch bei Tönnies beunruhigt: Welche Fleischprodukte stammen von dem Konzern aus NRW?
Kunden von Aldi, Lidl und Co. sind nach dem Corona-Ausbruch bei Tönnies beunruhigt: Welche Fleischprodukte stammen von dem Konzern aus NRW?
Foto: imago images / Geisser

Der heftige Corona-Ausbruch beim Fleischkonzern Tönnies beunruhigt Verbaucher im ganzen Land. Schließlich beliefert der Betrieb auch Discounter wie Aldi, Lidl und Co.

Müssen Kunden bei ihren alltäglichen Fleischeinkäufen bei Aldi, Lidl und Co. nun Angst um ihre Gesundheit haben? Wie ist überhaupt zu erkennen, in welchen Produkten der Discounter Tönnies-Fleisch verarbeitet wurde?

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Aldi, Lidl und Co.: Ist Tönnies-Fleisch gesundheitsgefährdend?

Über die gesundheitlichen Gefahren herrscht Uneinigkeit. „Nach jetzigem Kenntnisstand ist der Verzehr des Fleisches aus Tönnies-Betrieben in Rheda-Wiedenbrück unbedenklich“, so Sabine Klein, Ernährungswissenschaftlerin bei der Verbraucherzentrale NRW, gegenüber der „WAZ“.

Prof. Klaus-Dieter Zastrow, Chef des Berliner Hygieneinstituts warnt allerdings ausdrücklich. „Das Fleisch ist brandgefährlich. Wenn es nicht stark erhitzt wurde, kann man es nicht mehr verwenden”, sagt er im Gespräch mit „Bild“. „Man kann jetzt nicht einfach die aktuelle Produktion abverkaufen, sonst geht damit noch mal eine richtige Viruswelle übers Land.”

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Doch welche Produkte in unseren Discountern sind davon betroffen?

Tönnies liefert täglich 850 Tonnen Fleisch an Supermärkte

Am häufigsten findet sich Tönnies-Fleisch laut „Focus“ an den Frischetheken und in den Tiefkühltruhen von Supermärkten und Discountern wieder. Von täglichen Lieferungen von rund 750 Tonnen Frischfleisch und 100 Tonnen Tiefkühl-Produkten ist hierbei die Rede. Bei Lidl und Aldi tragen die Tönnies-Produkte im Kühlregal beispielsweise den Markennamen „Landjunker“ und „Meine Metzgerei“

Auch Fleisch-Fertiggerichte von Tönnies landen in den (Tief-)Kühltruhen unserer Supermärkte. Diese sind jedoch leicht zu erkennen, da sie unter der Marke „Tillman's“ verkauft wernde. Beispielprodukte wären hier etwa die Toastys, die Schnitzelcompany, das XXL-Schnitzel oder diverse Burgerprodukte oder Mettwurstspezialitäten.

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Recherchen der Verbraucherzentrale NRW zufolge verweisen zudem drei Identifikationskennzeichen auf Fleisch aus dem Tönnies-Konzern: NW 20202 EG, NW 20028 EG und NW 20045 EG. Das teilte Sabine Klein der „WAZ“ mit. Diese Kennzeichen sind auf tierischen Produkten in einem ovalen Kreis zu finden Beim Metzger an der Frischetheke ist das unverpackte Fleisch natürlich nicht mit Kennzeichen markiert. Man kann als Kunde natürlich nachfragen, woher die Ware stammt – aber die Fleischer sind nicht dazu verpflichtet, diese Frage zu beantworten.

Diese Wurstmarken sind betroffen

Bei Wurstwaren verkauft Tönnies sein Fleisch unter den Markennamen der „Zur Mühlen”-Gruppe. Dazu gehören:

  • Böklunder
  • Gutfried
  • Zimbo
  • Hareico
  • Marten
  • Lutz
  • Weimarer
  • Dölling
  • Astro
  • Redlefsen
  • Schulte
  • Könecke
  • Jensen’s
  • Heine’s
  • Zerbster Original
  • Plumrose
  • Naumburger
  • Wilx
  • Vevia

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EIn Tipp für bewussteren Fleischkonsum: Bio-Labels wie „Demeter“, „Naturland“oder „Bioland“ verweisen auf eine artgerechtere und qualitativ hochwertigere Fleischherstellung – und haben laut „Focus“ zudem höhere Anforderungen an die Produktion als beispielsweise Bio-Siegel der EU. (at)

 
 

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