Aldi, Lidl und Co: Schon wieder Klopapier-Krieg? Drohen bald erneut leere Regale in den Discountern?

Aldi: So wurde aus einem kleinen Laden ein Discounter-Riese
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Nicht schon wieder! Das geht einigen bei diesen Ankündigungen sicher durch den Kopf. Während des Lockdowns im April und der Schließung vieler Geschäfte war bei den Discountern Aldi, Lidl, Penny sowie bei den Supermärkten wie Rewe oder Edeka ein Klopapier-Fieber ausgebrochen.

Und nicht nur Klopapier, auch Mehl, Nudeln oder Hefe waren zum Teil begehrte Güter und führten zu leeren Regalen bei den Supermarkt-Ketten. Dass wir in den nächsten Wochen wieder auf Klopapier-Jagd bei Aldi, Lidl und Co. gehen müssen, scheint aktuell unrealistisch. Doch Zahlen von Aldi Süd und Lidl sollten uns zumindest aufhorchen lassen.

Aldi und Lidl: Steigende Nachfrage nach Klopapier

Fangen die Deutschen wieder an zu hamstern? Zumindest ist die Nachfrage nach Klopapier wieder gestiegen. „Aktuell verzeichnen wir in unseren Filialen erstmals wieder einen leichten Anstieg der Nachfrage nach vereinzelten Produkten, darunter auch Toilettenpapier“, erklärte der Discounter Aldi Süd gegenüber der „Wirtschaftswoche“ laut Vorabmeldung vom Mittwoch.

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Das ist Aldi:

  • Aldi Nord und Aldi Süd sind zwei separate Unternehmensgruppen
  • Aldi steht für Albrecht Diskont: In 1913 machte sich Karl Albrecht in Essen als Brothändler selbstständig
  • In 1962 wurde der Familienbetrieb zu einem reinen Discounter umfunktioniert und hat den heutigen Namen „Aldi“ gekriegt
  • Die Trennung in Nord und Süd erfolgte in 1961
  • Mittlerweile zählt Aldi zu den zehn größten Einzelhandelsgruppen weltweit

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Auch Konkurrent Lidl hat offenbar ganz ähnliche Erfahrungen in den vergangenen Wochen gemacht. „In einigen Regionen und Filialen verzeichnen wir vereinzelt eine leicht erhöhte Nachfrage in unserem Hygienesortiment“, heißt es vom Discounter.

In den Sozialen Medien ist das Thema ebenfalls heiß diskutiert. Auf Twitter trendete das Hashtag "Klopapier". Einige Nutzer posten passend dazu Bilder aus den Supermärkten. Entweder mit einer leeren Klopapier-Palette oder mit prall gefüllten Einkaufskörben. Und natürlich darf der ein oder andere hämische Kommentar dazu nicht fehlen, zum Beispiel: „Kann man Klopapier eigentlich einfrieren? Frage für einen Freund?“.

Immerhin: Andere Handelsketten geben Entwarnung. Rewe, dm und Kaufland konnten bislang keine Veränderungen im Kaufverhalten der Kunden feststellen. Der Aldi-Sprecher betonte gegenüber der „Wirtschaftswoche“ dabei auch, dass es für Hamsterkäufe keinen Anlass gebe.

Aldi: Keine Angst vor leeren Regalen

Aldi Süd erklärt dazu: „Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Monate beobachten wir Nachfrageschwankungen sehr genau, um etwaige Lieferengpässe vermeiden zu können.“ Man könne auf steigende Nachfrage kurzfristig reagieren.

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Angst vor leeren Regalen bräuchten die Kunden nicht zu haben. Auch Lidl beruhigt seine Käufer: Man sei „gut vorbereitet“ und könne „schnell reagieren, um die Filialen mit ausreichend Ware zu versorgen“. (dav/AFP)

 
 

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