Aldi: Genervte Kunden schauen in leere Regale – und fordern jetzt DAS

Wer in diesem Supermarkt Konserven kaufen wollte, kam zu spät. Von vielen Sorten ist nichts mehr übrig.
Wer in diesem Supermarkt Konserven kaufen wollte, kam zu spät. Von vielen Sorten ist nichts mehr übrig.
Foto: imago images / Geisser

Das Coronavirus wütet weiter in Deutschland, täglich steigt die Zahl der Infektionen an. Seit Tagen muss man sich deshalb an leere Verkaufsregale bei Aldi, Lidl, Rewe oder Edeka gewöhnen. Hamsterkäufer räumen die Läden leer: keine Desinfektionsmittel, keine Seife, kaum noch Klopapier, Nudeln und Konservendosen da.

Denn für den regulären Aldi-Wocheneinkauf bleibt einfach nichts mehr übrig. Oder aber die Auswahl ist so geschrumpft, dass ein einziger Supermarkt-Gang nicht ausreicht, um den Bedarf zuhause zu decken. Nicht selten muss man einfach einen Tag wieder einkaufen, um die Vorräte aufzustocken. Und DAS regt die Kunden mächtig auf!

Aldi: Kundin mit Wut-Post: „Reagiert doch bitte auf Hamsterkäufer!“

Auf Facebook spricht Eva Lewis wohl Tausenden frustrierten Käufern von der Seele, schreibt an Aldi Süd: „Liebe Aldi-Chefs, reagiert doch mal bitte auf diese irrsinnigen Hamsterkäufer. Es gibt für uns Normalos nix mehr zum Einkaufen! Milch, Nudeln, Mehl, Brot, Klopapier usw. alles leer! Man kann nicht mehr normal einkaufen! Da die Leute palettenweise die Sachen raustragen. In anderen Läden hängen mittlerweile Schilder, wie oben zu sehen. Wäre mal eine Maßnahme, bei dem ganzen Wahnsinn hier, oder? Danke!“

Aldi Süd hat tatsächlich auf ihren Facebook-Post reagiert, ihr direkt geantwortet: „Hallo Eva, natürlich haben auch wir die hohe Nachfrage nach bestimmten Warengruppen registriert. Momentan arbeiten alle relevanten Stellen im Unternehmen an einer zufriedenstellenden Lösung für alle Kunden. Beste Grüße, Robin!“

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Der Coronavirus in NRW, Deutschland und der Welt:

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SO reagieren Deutschlands Supermärkte

Wie gehen Deutschlands Supermärkte und Discounter mit diesem Problem wirklich um? Planen sie sogar demnächst nur noch die Abgabe in haushaltsüblichen Mengen, um Hamsterkäufe zu verhindern? DER WESTEN hat nachgefragt!

Aldi Nord: „Wir nehmen die derzeitige Ausbreitung des Coronavirus‘ weiterhin sehr ernst. Momentan erfassen wir im gesamten Vertriebsgebiet vereinzelt erhöhte Absatzmengen bei haltbaren Lebensmitteln (u.a. Nudeln und Konservenartikel), Getränken und Hygieneprodukten. Einzelne Einkäufe größerer Mengen können auch dazu führen, dass Artikel zeitweise in unseren Märkten vergriffen sind. Alle Lebensmittelbestände werden im Rahmen der routinemäßigen Belieferung unserer Märkte kurzfristig wieder aufgefüllt.“

Und weiter heißt es: „Die Versorgungssicherheit unserer Märkte ist sichergestellt. Weitreichende Lieferengpässe für Lebensmittel und Hygieneprodukte können wir aktuell ausschließen. Dafür stehen wir in engem Kontakt mit unseren Lieferanten und beurteilen die Situation kontinuierlich, um kurzfristig auf weitere Veränderungen der Nachfrage eingehen zu können.“

Lidl: „Aktuell deutlich erhöhte Abverkäufe“

Lidl: „In einigen Regionen und Filialen verzeichnen wir deutlich erhöhte Abverkäufe. Besonders Artikel aus dem Trockensortiment sowie aus dem Hygienebereich werden aktuell stark nachgefragt. Lidl Deutschland stellt gemeinsam mit seinen Lieferanten und Logistikpartnern sicher, die Filialen mit ausreichend Ware zu versorgen und die Logistiklager mit stark nachgefragten Artikeln zu bevorraten.“

Aldi Süd: „Bitten Kunden um Verständnis“

Aldi Süd: „Obwohl wir in einzelnen Filialen aktuell eine höhere Nachfrage nach länger haltbaren Produkten sehen, ist die Versorgungslage in unserem Verkaufsgebiet gut. Alle Bestände werden im Rahmen der üblichen Anlieferungen wieder aufgefüllt. Auch an den Standorten, an denen in den letzten Tagen die Nachfrage besonders stark angezogen hatte und zu Ladenschluss ein Ausverkauf bestimmter Produkte zu beobachten war, ist die Warenversorgung gesichert.“

Man sieht sich gewappnet: „Um die Versorgungssicherheit auch weiterhin zu gewährleisten, stehen wir im engen Austausch mit unseren Lieferanten und Logistikpartnern. Sollte es dennoch zu vorübergehenden Engpässen kommen, bitten wir bei unseren Kundinnen und Kunden hierfür um Verständnis.“

Rewe: „Sind gut auf Situation eingestellt“

Rewe: „Wir haben bundesweit eine verstärkte Nachfrage nach lang haltbaren Lebensmitteln, Nährmitteln, Konserven, Drogerie. Es gibt keine Engpässe in der Warenversorgung. Die Frequenz der Belieferung der Rewe- und auch Penny-Märkte haben wir erhöht und angepasst. Wir sind gut auf die Situation eingestellt.“

Edeka: „Aktuell kein verändertes Einkaufsverhalten“

Edeka: „Bislang können wir in der Region Rhein-Ruhr nicht von einem signifikant veränderten Einkaufsverhalten sprechen. Bei vereinzelten Märkten war in den vergangenen Tagen eine verstärkte Kundennachfrage spürbar, dort wurden vor allem haltbare Lebensmittel nachgefragt. Flächendeckend über unsere 850 Lebensmittelmärkte in NRW können wir aber keine übergreifenden Tendenzen beschreiben und planen deswegen aktuell keine weiterführenden Maßnahmen. Denn auch eine ausreichende Warenversorgung unserer Märkte ist weiterhin sichergestellt.“

Bleibt zu hoffen, dass die Warenversorgung tatsächlich in allen Supermärkten sichergestellt bleibt...

 
 

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