Aldi, Edeka, Lidl & Co.: Fleisch-Alarm im Supermarkt-Regal! Expertin warmt: „Es ist erschreckend...“

Greenpeace hat sich das Fleisch-Angebot in Supermärkten genauer angeschaut. (Symbolbild)
Greenpeace hat sich das Fleisch-Angebot in Supermärkten genauer angeschaut. (Symbolbild)
Foto: imago images/Levine-Roberts

Schock-Analyse in Supermärkten! Frischfleisch aus dem Supermarkt hat nicht immer den besten Ruf. Nun hat Greenpeace das Thema etwas genauer unter die Lupe genommen und bei den größten deutschen Discountern nachgehakt.

Aldi Nord und Süd, Edeka, Kaufland, Lidl, Netto, Penny, Rewe und Real – sie alle wurden von Greenpeace schriftlich zu folgenden Themen befragt: ihr Sortiment, ihre zukünftige Einkausfpolitik und die Umsetzung der freiwilligen Fleischkennzeichnung (Haltungsform 1-4). Die Ergebnisse sind erschreckend.

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Supermarkt: Fleisch-Zeugnis für Discounter ist vernichtend

Ganze 1.000 Punkte kann jeder Discounter bei seiner Befragung bekommen. Bei der Befragung von Greenpeace schnitt Kaufland am besten ab – doch der Supermarkt ergatterte gerade einmal 179 Punkte! Alle anderen Discounter schnitten noch schlechter ab.

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Das sind die vier Haltungsformen der freiwilligen Fleischkennzeichnung:

  • Haltungsform 1: Stallhaltung (gesetzlicher Mindeststandard)
  • Haltungsform 2: StallhaltungPlus
  • Haltungsform 3: Außenklima
  • Haltungsform 4: Premium (unter anderem vergleichbar mit einem „Bio“-Siegel)

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Seit April 2019 gilt die freiwillige Fleischkennzeichnung bei Eigenmarkung der Supermärkte. Aber lediglich bei Kaufland werden an der Frischetheke alle Produkte dementsprechend gekennzeichnet. Wurst- oder Tiefkühlprodukte, aber auch Frischfleisch von Fremdmarken werden in den meisten Discountern kaum oder gar nicht gekennzeichnet.

Zumindest Lidl will bis spätestens 2025 Fleischprodukte der Haltungsform 1 komplett aus seinem Sortiment verbannen. Aldi und Rewe planen ähnliches, können dafür allerdings noch keinen zeitlichen Rahmen angeben.

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„Es ist erschreckend, wie viel Tierleid noch immer im Sortiment der Supermärkte steckt“, sagt Stephanie Töwe, Landwirtschaftsexpertin von Greenpeace. Sie fordert deshalb: „Billigfleisch schadet Umwelt, Klima und Gesundheit. Der Handel muss Fleisch aus klimaschädlicher und tierschutzwidriger Produktion aus den Regalen nehmen.“ (at)

 
 

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