Aldi: Discounter spricht Klartext! DAMIT ist jetzt endgültig Schluss

Aldi stoppt eine mörderische Praxis nun endgültig. (Symbolbild)
Aldi stoppt eine mörderische Praxis nun endgültig. (Symbolbild)
Foto: dpa/imago images/Montage: DER WESTEN

Für den Discounter Aldi ist nun Schluss mit der Unterstützung einer mörderischen Praxis. Damit kommt der Discounter der Forderung der Bundesregierung zuvor.

Denn Aldi hat nun bekannt gegeben, dass in Sachen Eiern bis zum Jahresende eine radikale Veränderung ansteht.

Aldi verkauft nur noch Eier, für die keine männlichen Küken getötet worden sind

Schon zum Jahresende wird das gesamte Schaleneier-Sortiment bei Aldi aus Hühnereiern bestehen, für die keine männlichen Küken getötet worden sind.

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Die männlichen Küken werden eigentlich direkt nach dem Schlüpfen entweder lebendig geschreddert oder vergast. Eine Praxis, die in den vergangenen Jahren mehr Aufmerksamkeit bekommen hat und für Empörung bei vielen Verbrauchern sorgte.

Tierwohl soll bei Aldi Standard werden

„Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dass Tierwohl zum Standard wird. Daher haben wir die Abschaffung des Kükentötens in den letzten Jahren konsequent vorangetrieben und sind jetzt stolz, einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht zu haben“, so Philipp Skorning von bei Aldi Süd.

„Wir haben uns bereits lange vor der gesetzlichen Regelung viele Gedanken gemacht, wie wir das Kükentöten in unseren Hühnereier-Lieferketten abschaffen können. Der langjährige und intensive Kontakt zu unseren Lieferanten und Partnern zahlt sich jetzt aus“, sagt Tobias Heinbockel von Aldi Nord.

Männliche und weibliche Küken sollen gemeinsam aufgezogen werden

Die Discounter setzen zum einen auf die „Bruderhahn“-Aufzucht, bei der weibliche und männliche Küken gleichermaßen aufgezogen werden. Dies trifft unter anderem auf alle Bio-Eier zu, die bei Aldi verkauft werden.

Zum anderen nutzt Aldi weitere Ansätze, wie etwa das innovative Verfahren eines Biotech-Unternehmens, mit dem das Geschlecht eines Bruteis frühzeitig bestimmt werden kann. Die Genauigkeit des Verfahrens liegt inzwischen bei 99,5 Prozent. So werden die Eier männlicher Küken gar nicht mehr ausgebrütet.

Die gesetzliche Regelung wirkt ab dem 1. Januar 2022, das Gesetz wurde im Mai dieses Jahres verabschiedet. Zuvor hatte es bereits seit Juni 2019 eine Regelung gegeben, die das Töten von männlichen Küken nur noch in Ausnahmefällen erlaubt. (fb)