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Affenpocken: WHO schlägt Alarm – mehr als 1.600 Fälle weltweit

Vektor, Totimpfung, mRNA? Diese Impfstoff-Arten gibt es

Diese Impfstoff-Arten gibt es und so funktionieren sie.

Als wäre Corona nicht schon genug Grund zur Sorge, breiten sich nun auch noch die Affenpocken in Deutschland aus.

Jetzt alarmiert auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die weltweite Bevölkerung. Immer mehr Fälle von Affenpocken werden bekannt, sogar Todesfälle.

Affenpocken: WHO ruft zu Notfallausschuss auf – „Internationale Tragweite“

In den vergangenen Wochen konnten weltweit in einigen Ländern Fälle des Virus nachgewiesen werden – auch dort, wo die Infektionen zuvor keine Rolle gespielt hatten. Aus Sorge um die steigenden Infektionszahlen hat der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für den 23. Juni einen Notfallausschuss einberufen. Dabei soll entschieden werden, ob es sich wie bei Corona um eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ (PHEIC) handelt.

Weltweite sind mittlerweile über 1.600 Fälle der Krankheit und weitere 1.500 Verdachtsfälle aus 39 Ländern bekannt. Vor Mai waren offiziell in 32 dieser Länder überhaupt keine Infektionen aufgetreten. In den restlichen afrikanischen Ländern grassiert das Virus bereits seit Jahrzehnten mit bis dato 72 Todesfällen.

Affenpocken: SO sieht die Lage aktuell in Deutschland aus

Laut Robert Koch-Instituts (RKI) sind hierzulande seit Dienstag die Infektionen auf knapp 230 angestiegen. Das sei jedoch kein Grund zur Sorge. „Eine Gefährdung für die Gesundheit der breiten Bevölkerung in Deutschland schätzt das RKI nach derzeitigen Erkenntnissen als gering ein.“

Deutschland rechnet bereits diese Woche mit der Lieferung eines Impfstoffs. 40.000 Dosen werden am Mittwoch erwartet. Nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) sollten diese an besonders gefährdete Gruppen, wie zum Beispiel Kontaktpersonen von Infizierten, verimpft werden.

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Das sind Affenpocken:

  • wird durch das Affenpockenvirus verursacht
  • natürliche Wirte sind verschiedene Nagetiere, als Fehlwirt namensgebend auch Affen
  • Erkrankung ist auf den Menschen übertragbar, löst meist eine milde fieberhafte, pockenähnliche Erkrankung aus
  • eine Schutzimpfung gegen Pocken reduziert das Risiko eines Krankheitsausbruchs und mildert den Verlauf ab

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Massenimpfungen hält die WHO bisher nicht für nötig. Außerdem könnte der Impfstoff, der gegen die 1980 ausgerotteten Pocken entwickelt wurde, keinen ausreichenden Schutz bieten. Bisher gibt es kaum Studien dazu. Der Virus sei allerdings weniger gefährlich als die ursprünglichen Pocken. Die Inkubationszeit beträgt laut RKI fünf bis 21 Tage. Symptome, darunter Fieber und Hautausschlag, sollen nach wenigen Wochen von selbst verschwinden. Bei einigen Menschen kann es jedoch zu medizinischen Komplikationen und sogar zum Tod kommen.

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Affenpocken: Experten wollen beruhigen – „Nicht erschreckend“

Die Sorge der WHO beziehe sich vor allem auf das ungewöhnliche Verhalten des Virus, dass sich nun immer mehr ausbreite. „Wir wollen nicht warten, bis die Situation außer Kontrolle geraten ist“, so WHO-Spezialist Ibrahima Socé Fall. Aber auch der Virologe Gerd Sutter vom Institut für Infektionsmedizin und Zoonosen der LMU München beurteilte die Entwicklungen als „nicht erschreckend“.

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Mehr zum Virus:

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Das Virus übertrage sich immer noch praktisch nur durch direkten Kontakt. Die Ausbreitung sei „relativ langsam“. Er erwarte, dass diese mit der Impfung spezifischer Zielgruppen in den Griff zu kriegen seien. Und auch Timo Ulrichs, Experte für Globale Gesundheit an der Akkon Hochschule für Humanwissenschaften in Berlin, betont, dass sich die sexuell übertragbare Krankheit im Gegensatz zu Corona deutlich langsamer ausbreiten könne. (dpa/mbo)