A9: Gaffer filmen Unfall – sie sollten es bitter bereuen

Als nach einem Unfall auf der A9 Gaffer zu ihrem Handy griffen, schritt die Polizei ein. (Symbolbild)
Als nach einem Unfall auf der A9 Gaffer zu ihrem Handy griffen, schritt die Polizei ein. (Symbolbild)
Foto: imago images / vmd-images

Manche lernen es nie...

Auf der A9 bei Schweitenkrichen im Norden von Bayern hat sich am Mittwoch ein Unfall mit einem Lkw ereignet. Der Brummer war wegen eines Reifenplatzers in die Mittelleitplanke gekippt. Wie sich einige Autofahrer auf der A9 im Anschluss verhielten, sorgt jedoch einfach nur für Kopfschütteln.

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A9: Lkw kippt in Mittelleitplanke

Bei dem Unfall hat der Laster den geladenen Betonschutt auf beiden Fahrbahnen verteilt. Für die Bergungs- und Aufräumarbeiten musste die A9 stundenlang gesperrt werden. Der Fahrer des Lkw hatte sich bei dem Unfall schwer verletzt.

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Das ist die A9:

  • verbindet München und Berlin
  • Gesamtlänge: 530 Kilometer
  • durchquert fünf Bundesländer
  • Strecke wurde im Wesentlichen in den 1930ern zur Zeit des Nationalsozialismus gebaut

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Nachdem ihn die Rettungskräfte geborgen hatten, wurde er mit einem Hubschreiber in eine Klinik geflogen.

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Wie der „Focus“ berichtet, hätte die Polizei im Anschluss jedoch ein großes Problem mit einigen Autofahrern gehabt. Wie leider so häufig hatten die in ihren Fahrzeugen ihre Smartphones gezückt und auf die Unfallstelle draufgehalten.

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Vermutlich wohl, um anschließend in den Sozialen Medien oder Whatsapp-Gruppen mit vermeintlich coolen Aufnahmen punkten zu können. Doch diesmal ging der Schuss für die Gaffer richtig nach hinten los.

Geldstrafe und Punkt in Flensburg

Statt Likes im dreistelligen Bereich handelten sie sich bei der Polizei eine Strafe in ebenjener Höhe ein. Die Beamten stoppten einige der Wagen und stellten noch vor Ort einen entsprechenden Bußgeldbescheid aus. Dabei kamen die Gaffer noch einmal glimpflich davon.

Weil die Helfer bereits mit den Aufräumarbeiten beschäftigt waren, hatten die Schaulustigen keine Rettungsgasse behindert. Auch der verletzte Lkw-Fahrer war zu diesem Zeitpunkt bereits mit dem Helikopter weggebracht worden.

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Mit 100 Euro ahndeten die Beamten jedoch die Benutzung des Handys am Steuer. Dazu gab es einen Punkt im Fahreignungsregister (kurz gern „Flensburg“ genannt). Bleibt nur zu hoffen, dass die Maßnahme ihre Wirkung zeigt und die Gaffer ihr Handy beim nächsten Mal stecken lassen. (dav)

 
 

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