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9-Euro-Ticket: Zoff um Billig-Ticket – ER lässt die Hoffnung wieder aufkeimen

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Die Diskussionen um einen Nachfolger für das 9-Euro-Ticket reißen nicht ab.

Am 31. August endet die dreimonatige Laufzeit des 9-Euro-Tickets. Aufgrund der riesigen Beliebtheit des günstigen ÖPNV-Tickets wird viel über ein mögliches Nachfolgemodell diskutiert – doch das dürfte den Staat mehrere Milliarden Euro kosten.

Woher soll also soll das Geld kommen? Während SPD-Vorschläge einer möglichen Übergewinnsteuer für Unternehmen von der FDP knallhart abgelehnt werden, stellt ein Verband eine interessante Alternative vor.

9-Euro-Ticket: Woher soll das Geld für einen Nachfolger kommen?

Wie steht es etwa um eine Neuregelung der Dienstwagenpauschale? Beim Erwerb eines Dienstwagens, der auch privat genutzt wird, kann der Kunde einen großen Teil des Kaufpreises von der Steuer absetzen – zum Teil bis zu 43 Prozent.

Dabei geht es häufig um Luxussportwagen wie den Audi RS Q8 oder gar Geländewegen wie den Mercedes AMG G 63. Das geht aus einer Erhebung des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervor. Pro Auto könne es zu Erstattungen von deutlich mehr als 100.000 Euro kommen, teilte der Lobbyverband Deutsche Umwelthilfe (DUH) mit.

Geld für 9-Euro-Ticket-Nachfolger – würde DIESE Steuer-Änderung helfen?

„Jedes Jahr erstattet der Staat Steuern in Milliardenhöhe für Dienstwagen, die zu einem ganz überwiegenden Teil besonders klimaschädlich sind“, kritisiert daher der DUH-Bundesvorsitzende Jürgen Resch. Er schlägt vor, wie Nachbarland Frankreich eine preisliche Obergrenze festzulegen, ab der der Staat keine Steuerstattungen mehr für Dienstwagen anbietet.

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Diese Grenze solle bei etwa 30.000 Euro pro Auto liegen. Mit einer solchen Regelung – so die Rechnung der DUH – könne der Staat Milliarden einsparen und damit Anschlusslösungen für das 9-Euro-Ticket finanzieren.

Dabei reden wir von potentiell gigantischen Summen. Das Umweltbundesamt errechnete beispielsweise folgendes: Wenn sich die Besteuerung des privat genutzten Dienstwagens allein am tatsächlichen ökonomischen Vorteil des Nutzers orientiert, könne der Staat jährlich rund 3,1 Milliarden Euro zusätzlich einnehmen. (at, mit dpa)