9-Euro-Ticket: Schlechte Nachricht – ist der nächste Preisschock schon unterwegs?

Wissenswertes zum Neun-Euro-Ticket

Wissenswertes zum Neun-Euro-Ticket

Mit dem Neun-Euro-Ticket können Bahnfahrer ab sofort deutschlandweit den Nahverkehr nutzen. Die Fahrkarte ist im Juni, Juli und August verfügbar. Doch wie weit kommt man mit dem Ticket und was ist eigentlich erlaubt?

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Von Juni bis August hat die Bundesregierung ein günstiges Angebot für den ÖPNV und damit für alle Bürger geschaffen: das 9-Euro-Ticket. Für nur 9 Euro im Monat kann jeder bundesweit den Regio- und Nahverkehr nutzen.

Ob das nun auch eine grundsätzliche Verkehrswende für Deutschland bedeutet? Das würden sich zumindest viele wünschen. Es sieht jedoch weniger danach aus, dass das 9-Euro-Ticket zu einem Zukunftsmodell wird.

9-Euro-Ticket: Ende nach drei Monaten – kommt dann der nächste Preisschock?

In einem Interview mit der „Bild am Sonntag“ sprach sich Grünen-Chefin Ricarda Lang dafür aus, dauerhaft günstige Monattickets anzubieten: „Wir lassen jetzt untersuchen, ob Menschen wegen des Tickets wirklich vom Auto auf die Bahn umsteigen. Sollte das so sein, müssen wir in der Koalition unbedingt darüber reden, wie wir an diesen Erfolg anknüpfen können.“

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Klingt verheißungsvoll für die ÖPNV-Nutzer, aber auch nach rosa Brille. Tatsächlich dürfte den Kunden nämlich ein echter Preisschock bevorstehen!

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Das ist das 9-Euro-Ticket:

  • Das 9-Euro-Ticket gilt jeweils in den Monaten Juni, Juli und August
  • Das Ticket berechtigt zur Fahrt im öffentlichen Nahverkehr sowie den Nahverkehrszügen der Deutschen Bahn in der 2. Klasse.
  • Die Kunden dürfen dagegen nicht mit ICE, IC oder dem Flixtrain fahren
  • Das 9-Euro-Ticket kann online gebucht oder am Automaten gekauft werden
  • Kinder unter sechs Jahren dürfen kostenfrei reisen
  • Hunde oder Fahrräder sind nicht kostenfrei. Für sie muss ein Zusatzticket gelöst werden

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Die Inflation schlägt auch bei Bus und Bahn nach 9-Euro-Ticket zu

Davon jedenfalls geht Experte Ingo Wortmann aus. Er ist Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). In einem Interview dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte Wortmann nüchtern mit Blick die Zeit nach dem 9-Euro-Ticket: „Wir werden auf die alten Ticketpreise und Rahmenbedingungen zurückfallen, vor allem weil auch wir als Branche die Kostensteigerungen der Energiepreise schultern müssen“.

Damit aber nicht genug! Mittelfristig müsse man die fehlenden Gelder auf die Fahrpreise umschlagen, prognostiziert Wortmann. Die Alternative zur Preissteigerung klingt nicht besser: Das Angebot müsste sonst eingeschränkt werden.

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