Veggie-Burger schmeckt wie echtes Fleisch – und erzürnt deshalb Politiker

Optisch ist der „Impossible Burger“ nicht von seinem tierischen Vorbild zu unterscheiden.
Optisch ist der „Impossible Burger“ nicht von seinem tierischen Vorbild zu unterscheiden.
Foto: Impossible Foods
  • Der „Impossible Burger“ ist vegetarisch – schmeckt aber angeblich wie echtes Fleisch
  • Verantwortlich dafür ist eine Eisenverbindung
  • Konservative Politiker in Neuseeland sind gegen das Produkt

Berlin.  Alle Menschen, die auf tierische Produkte verzichten, wissen es: Sie müssen sich oft rechtfertigen und erhitzen auch ohne missionarischen Ansatz die Gemüter von einigen Fleisch-Fans. Wie sensibel das Thema sein kann, zeigt nun ein Veggie-Burger, dessen Erfinder das Unmögliche möglich machen wollen – nämlich den authentischen Fleischgeschmack inklusive Fake-Blut nachahmen.

Am „Impossible Burger“, so der Name des Produkts, feilten laut seiner Homepage fünf Jahre lang Wissenschaftler, Bauern und Chefköche. „Dann haben wir Methoden und Zutaten entdeckt, die alles auf natürliche Weise nachentwickeln lassen – Optik, Geräusche, Aromen, Texturen und Geschmäcker“, heißt es auf der Seite.

Kartoffen, Kokosöl und Eisen

Ersatzprodukte aus Soja oder Seitan können zwar lecker sein. Mit dem Geschmack von echtem Fleisch haben sie jedoch gänzlich wenig zu tun. Die Geheimwaffe des „Impossible Burgers“ ist eine Eisenverbindung namens Häme, die vor allem in Fleisch reichlich zu finden ist. Für den vegetarischen Burger wurde sie im Labor erzeugt.

Zu den weiteren Zutaten zählen unter anderem Weizen, Kokosöl und Kartoffeln. Das gute Stück ist in den USA schon eine Weile erhältlich.

Das Produkt kommt optisch wie ein ganz normaler Burger daher.

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Jetzt kann man den „Impossible Burger“ sogar über den Wolken genießen. Air New Zealand bietet ihn auf Flügen als Bordmenü an. Dafür wird die Fluglinie jedoch scharf kritisiert.

Konservativen Politikern schmecken Veggie-Produkte nicht

Wie News.com.au schreibt, bezeichnete Mark Patterson, Parlamentsabgeordneter der nationalistischen Partei „New Zealand First“, den Burger als „Schlag ins Gesicht“ für die neuseeländische Fleischindustrie.

Auch Nathan Guy, Abgeordneter der konservativen „National Party“, ist stinksauer auf den „Impossible Burger“.

Es sei „enttäuschend“, dass Air New Zealand ein Fleischersatzprodukt bewerben würde, während das Land „das köstlichste Steak & Lamm“ des Planeten produziere.

Eine Twitter-Userin fragt ihn sinngemäß, ob er wisse, dass es sich um einen vegetarischen Burger handelt, und dass Vegetarier weder Steak noch Lamm essen. „Man nennt das ,Mit der Zeit gehen’“, antwortet ein anderer auf den Tweet. (raer)

 
 

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