Vatertag 2019: Aldi wirbt mit besonderer Aktion – Mann rastet aus: „Widerlich“

Das Prospekt von Aldi Süd zum Vatertag regte einige Männer gehörig auf. (Symbolbild)
Das Prospekt von Aldi Süd zum Vatertag regte einige Männer gehörig auf. (Symbolbild)
Foto: imago images / Eibner

Die Preisschlacht zwischen Aldi, Lidl und Co. ist im vollen Gange. Die Discounter machen sich auch den anstehenden Vatertag 2019 zu Nutze, um ihre Angebote in die Welt hinauszuposaunen.

Aber ein Detail im aktuellen Prospekt, den Aldi zum Thema Vatertag 2019 gestaltet hat, regt die Nutzer auf. Auf einer Doppelseite ist ein Bollerwagen abgebildet. Er ist gefüllt mit Dosenbier, harten Spiritousen auf Eis, Brezeln und Würstchen – alles zu reduzierten Preisen.

Vatertag 2019: Mann mit Aldi Süd-Werbung zum Feiertag nicht einverstanden

Einige Männer reagieren empfindlich auf diese klischeehafte Darstellung. „Der Shitstorm wird sich nicht vermeiden lassen, aber was für eine Gesellschaft soll das eigentlich darstellen? Verantwortungslose Väter, die sich mit billigen Spirituosen abfüllen und sturzbetrunken in der Gegend rumwackeln?“, zitiert der „Merkur“ einen Nutzer-Kommentar auf der Facebook-Seite von Aldi-Süd.

Andere gehen noch härter mit dem Discounter ins Gericht. „Soll das männlich sein? Als Vater wehre ich mich gegen solche dümmlichen Klischees! Jeder hasst diese Männergruppen, die mit dem Bollerwagen umherziehen und häufig Leute bepöbeln. Ich verstehe nicht, wie ihr für sowas noch doppelseitig Werbung machen könnt! Widerlich!“, schreibt ein weiterer wütender Kunde.

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So reagiert Aldi auf die deftige Kritik

Aldi kann den Unmut über die Anzeige nicht verstehen. Der Discounter findet, dass diese Art, den Vatertag zu begehen, „Brauchtum“ sei. „Diese sogenannte 'Herrentagspartie' wird meist in Verbindung mit einem Bollerwagen und auch in Verbindung mit alkoholischen Getränken geführt. Wir bedienen damit keine Klischees. Wir möchten den Männern und Vätern nur die Möglichkeit bieten, unsere Vielfalt in diesem Sortimentsbereich kennenzulernen“, antwortet Aldi laut „Merkur“ auf die Kritik.

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Auch andere Supermärkte in der Kritik

Für Aldi sei es zudem nicht nachvollziehbar, dass die Kritiker sich angegriffen fühlen.

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Zuvor stand bereits Edeka in der Kritik mit je einer Werbung zum Mutter- sowie zum Vatertag. Hier kritisierte der Deutsche Werberat, dass mit den Werbungen Männer und Frauen diskriminiert würden. (vh)

 
 

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