Utrecht: Gökmen T. (37) spricht über die tödlichen Schüsse in der Tram

Nach den tödlichen Schüssen in Utrecht ist der Verdächtige festgenommen worden.
Nach den tödlichen Schüssen in Utrecht ist der Verdächtige festgenommen worden.
Foto: imago / Hollandse Hoogte

Utrecht. Die Todesschüsse von Utrecht waren ein Terror-Akt!

Gökment T., der Mann der am Montag drei Menschen in Utrecht erschossen haben soll, soll eindeutig ein terroristisches Motiv gehabt haben, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte . Der mutmaßliche Todesschütze muss sich nun wegen mehrfachen Mordes verantworten.

Terror in Utrecht: T. handelte allein

Gökmen T. ist nach Erkenntnissen der Ermittler vermutlich ein Einzeltäter. „Die Ermittlungen ergaben inzwischen Hinweise, dass der Verdächtige während der Schüsse keine Hilfe von anderen Personen bekommen hat“, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Der Verdächtige ist der türkisch stämmige Gökmen T., er war am Montagabend festgenommen worden. Der 37-Jährige soll am Montag in einer Straßenbahn in Utrechtdrei Menschen erschossen und drei weitere schwer verletzt haben.

Keine Beziehung zwischen Schütze und Opfern

Die Staatsanwaltschaft schließt aber auch weiterhin persönliche Probleme des Mannes als Motiv nicht aus, «in Kombination mit einer Radikalisierung.» Ein psychiatrisches Gutachten solle erstellt werden. Gerüchte, dass es sich um eine Beziehungstat handle, hätten bislang nicht bestätigt werden können.

Bereits zuvor hatten die Ermittler mitgeteilt, dass keinerlei persönliche Beziehung zwischen dem Täter und den Opfern festgestellt werden konnte.

Unklar ist noch, welche Rolle ein anderer Mann spielte, der am Dienstag festgenommen worden war. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er erst nach der Tat dem Verdächtigen geholfen haben soll. (dpa/jg)

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Freitag, 22. März:

Gökmen T. hat gestanden! Der 37-jährige Hauptverdächtige hat sich einem Verhör gestellt und ein Geständnis zu den Schüssen in Utrecht abgelegt. T. hat dabei erklärt, allein gehandelt zu haben. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag in der niederländischen Stadt mit. Am Freitag wurde Gökmen T. erstmals dem Haftrichter vorgeführt.

Mittwoch, 20. März:

14.26 Uhr: Der Angriff in Utrecht könnte weitreichende Folgen in den Niederlanden haben. Denn am heutigen Mittwoch wird unserem Nachbarland gewählt. Obwohl noch nicht klar ist, ob es sich bei dem Angriff wirklich um einen Anschlag handelt, dürfte er rechten Parteien Auftrieb verschaffen.

6.21 Uhr: Tödliche Schüsse in Utrecht: Die niederländische Polizei hat jetzt einen weiteren Verdächtigen festgenommen. Es handele sich um einen 40-jährigen Mann aus Utrecht, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstagabend mit. Der Mann sei bereits am Nachmittag von einer Spezialeinheit der Polizei festgenommen worden. Einzelheiten zu dem Verdacht gegen den Mann nannte die Staatsanwaltschaft nicht.

Als Hauptverdächtiger gilt der 37 Jahre alte Gökmen T., der am Montagabend nach stundenlanger Fahndung festgenommen worden war. Er soll am Montag in einer Straßenbahn drei Menschen erschossen und drei weitere Personen schwer verletzt haben. Die Polizei hat Hinweise auf ein terroristisches Motiv, schloss aber auch andere Motive bislang nicht aus.

Überschattet von dem Angriff in Utrecht wählen die Niederländer an diesem Mittwoch ihre regionalen Parlamente. Zugleich wird auch über die Zusammenstellung der Ersten Kammer des nationalen Parlaments entschieden, die mit dem deutschen Bundesrat vergleichbar ist und politisch weniger wichtig ist als die Zweite Kammer. Nach den jüngsten Umfragen dürfte die Mitte-Rechts-Koalition unter dem rechtsliberalen Premier Mark Rutte ihre Mehrheit in der Ersten Kammer verlieren. Hohe Gewinne werden dagegen zwei rechtspopulistischen Parteien vorhergesagt, der Partei für die Freiheit von Geert Wilders sowie dem Forum für Demokratie.

Dienstag, 19. März:

Vergewaltigungsopfer: „Er ist kein Terrorist, sondern ein Psychopath“

16.07 Uhr: Noch immer ist unklar, warum am Montagmorgen drei Menschen in Utrecht sterben mussten. Hatte die Tat einen terroristischen Hintergrund oder familiäre Gründe?

In der niederländischen Tageszeitung „AD“ meldet sich nun eine Frau (47) zu Wort, die angibt von Gökmen T. vergewaltigt worden zu sein. Die 47-Jährige sagt: „Er ist kein Terrorist, sondern ein Psychopath“.

Ihren Angaben zufolge habe sie den mutmaßlichen Täter von Utrecht acht Jahre lang gekannt, bevor er sie vergewaltigt haben soll. Sie hätten regelmäßig Drogen genommen. Koks und dann Sex. Doch am 11. März 2017 sei alles anders gewesen. „Er biss und schlug mich“, habe sie an diesem Tag vergewaltigt, sagt sie.

Die 47-Jährige zeigte Gökmen T. an, der Prozess begann vor zwei Wochen, am 4. März und sollte fortgesetzt werden. Gökmen T. war trotz seiner Vorstrafen auf freiem Fuß. Sie habe die Polizei eindringlich und „so oft“ vor ihm gewarnt, sagt sie der Zeitung. „Wenn sie nur auf mich gehört hätten!“

12.56 Uhr: Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat die Polizei mittlerweile Hinweise auf ein terroristisches Motiv. Damit gibt es eine erneute Wende, nachdem am Morgen vieles auf eine Beziehungstat hindeutete. In einem Fluchtwagen fanden die Beamten einen Brief, welcher darauf schließen lässt.

Weiterhin teilte sie dem Nachrichtenportal zufolge mit, dass sie keine direkte Verbindung zwischen Täter und Opfer sehe.

10.59 Uhr: Türkei-Präsident Recep Tayyip Erdogan hat in einem TV-Interview eine Ermittlung des türkischen Geheimdienstes MIT angekündigt. „Unsere Geheimdienste untersuchen das alles, unser Geheimdienstchef hat mir gesagt, dass gerade alle Details gesammelt werden.“ Dabei gehe es um die Frage, ob es sich dabei um einen terroristischen Akt handelte.

10.36 Uhr: Polizei und Bürgermeister machen widersprüchliche Angaben über die Freilassung von zwei Verdächtigen. Während der Bürgermeister davon sprach, dass zwei Verdächtige freigelassen wurden, sind nach Angaben der Polizei noch immer drei Verdächtige in Gewahrsam.

Die Polizei teilte mit, auch die beiden anderen Männer stünden noch unter Verdacht und seien weiter festgenommen.

10.13 Uhr: Wollte Gökmen T. eine Verwandte erschießen? Das zumindest berichtet die türkische Nachrichtenagentur Anadolu und beruft sich dabei auf Angehörige.

Auch „Bild“ berichtet, dass das Ziel des Täter womöglich nicht zufällig gewählt war. „Er ist überhaupt nicht religiös oder radikal. Es geht um einen Streit in seiner Familie. Er wollte von einer Tante Geld. Das hat sie ihm aber nicht gegeben“, so ein Nachbar.

9.42 Uhr: Einen Tag nach den Schüssen in einer Straßenbahn in Utrecht sind nach Angaben von Bürgermeister Jan van Zanen zwei Verdächtige freigelassen worden. Es habe sich herausgestellt, dass diese beiden Männer nichts mit der Tat zu tun hätten, sagte der rechtsliberale Politiker im niederländischen Radio.

Nur der Hauptverdächtige werde jetzt noch festgehalten. Eine Polizeisprecherin sagte der Deutschen Presse-Agentur, sie könne die Freilassung der beiden Männer noch nicht bestätigen, aber der Bürgermeister habe es offenbar so mitgeteilt.

9.26 Uhr: In den Niederlanden herrscht am Tag danach tiefe Trauer. In Amsterdam etwa weht die holländische Flagge am Palast auf Halbmast.

In Utrecht sind am Dienstag Blumen an dem Platz niedergelegt worden, an dem am Montag drei Menschen erschossen und fünf verletzt worden waren. Die Straßenbahnen fuhren wieder normal. Ein Gymnasium in der Stadt will im Laufe des Tages des Vaters zweier Schüler gedenken, der zu den Opfern gehört.

Nach wie vor stellt sich die Frage nach dem Warum? War es ein Anschlag, oder doch eine Beziehungstat? Ein Sprecher der Polizei Utrecht konnte am Morgen noch nicht sagen, wann weitere Informationen zu den Motiven des Hauptverdächtigen veröffentlicht werden. In jedem Fall müsse er am Dienstag noch nicht dem Haftrichter vorgeführt werden. „Das kann in den Niederlanden mehrere Tage dauern“, sagte der Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

9.16 Uhr: Mittlerweile hat sich auch der Vater des mutmaßlichen Schützen von Utrecht gegenüber der türkischen Nachrichtenagentur DHA geäußert: „Ich habe mit meinem Sohn seit elf Jahren keinen Kontakt gehabt. Er hat damals kein aggressives Verhalten an den Tag gelegt - aber elf Jahre sind vergangen. Was ist passiert, was hat er erlebt?“

Laut Aussagen des Vater sei er 2008 nach der Trennung von seiner Frau aus den Niederlanden zurück in die Türkei gezogen und habe seither keinen Kontakt. „Wenn er es getan hat, muss er bestraft werden“, wird der Vater von DHA zitiert.

8.39 Uhr: Die türkische Regierung hat das Attentat von Utrecht mit drei Toten scharf verurteilt. In einer in der Nacht auf Dienstag versandten Stellungnahme des Außenministeriums hieß es, die Türkei verdamme die Tat, egal, wer sie begangen habe oder welche Motivation dahinter stecke. „Angesichts dieses Angriffs stehen wir in voller Solidarität mit der niederländischen Bevölkerung und der Regierung.“

6.24 Uhr: Nach den Schüssen in einer Straßenbahn im niederländischen Utrecht mit drei Todesopfern hat die Polizei am Montagabend einen dritten Verdächtigen festgenommen. Allerdings seien noch keine Details zu seiner möglichen Beteiligung bekannt, berichteten die Medien. Offen war auch, inwieweit ein zweiter Verdächtiger an der Tat beteiligt war. Der Hauptverdächtige war bereits am frühen Abend nach einer mehrstündigen Fahndung festgenommen worden. Über sein Motiv ist bisher nichts bekannt.

Immer mehr deutet sich dabei eine überraschende Wende an. Während zunächst vieles auf einen terroristischen Hintergrund hindeutete, verdichten sich nun die Hinweise auf eine Beziehungstat. Demnach hat der verdächtige Gökmen T. gezielt auf eine Frau und Menschen die ihr helfen wollten geschossen. Das deutet auf eine Beziehungstat hin.

Montag, 18. März:

21.17 Uhr: Die Polizei NRW hat ihren Einsatz nach der Festnahme von Gökmen T. beendet. Alle Einsatzkräfte, die wegen der Fahndung nach dem mutmaßlichen Täter im Einsatz waren, können wieder zurück zu ihren Heimatbehörden. Auch das eigens eingerichtete Hinweistelefon sei deaktiviert. Das teilte die Polizei Essen am Abend mit.

19.55 Uhr: Die Zeugenaussagen nach den Schüssen in der Straßenbahn könnten unterschiedlicher kaum ausfallen.

Augenzeuge Daan Molenaar gab im niederländischen NOS Radio an, der Täter habe es nach seinem Eindruck gezielt auf eine Frau abgesehen. Er habe sich im vordersten Teil der Straßenbahn befunden, als die Schüsse im hinteren Teil gefallen seien.

Als die Bahn stoppte, hab er eine Frau am Boden gesehen. Ein anderer Fahrgast habe ihr zur Hilfe eilen wollen. Dann sei hemand mit gezückter Pistole angestürmt: „Es sah so aus, als ob er diejenige noch einmal angreifen wollte oder vielleicht die Menschen, die ihr halfen“, mutmaßt der Zeuge.

Andere Zeugen wollen dagegen gehört haben, dass vier Männer „Allahu Akbar“ (Gott ist groß) bei der Tat in der Straßenbahn gerufen hätten. Das berichtete die Amsterdamer Zeitung „Het Parool“ am Montag. Das kann die Polizei jedoch nicht bestätigen.

19.41 Uhr: Die Menschen in Utrecht versuchen den Schock über die grausame Tat zu verarbeiten. Ein Bild, das eine Twitter-Nutzerin hochgeladen hat, wird gerade zum Symbol der Trauernden. Es zeigt einen kleinen Hasen im blauen Gewandt, der eine Träne verdrückt. Daneben die Flagge der Stadt Utrecht auf Halbmast. Die Zeichnerin schreibt, sie habe das Bild zeichnen müssen, um ihre Nerven zu beruhigen. Sie selbst sei alleine zuhause, während Hubschrauber über ihrem Haus in Utrecht kreisen. Ihre Kinder seien in der Schule.

Das Bild haben nach wenigen Stunden knapp 700 Twitter-User geteilt, darunter auch die Polizei Utrecht:

19.26 Uhr: Trotz der Festnahme bleibt die Polizei in NRW in Alarmbereitschaft. Insbesondere weil ein terroristisches Motiv nicht auszuschließen ist. „Wir müssen abwarten, ob es nur einen oder mehrere Täter gab“, sagte Peter Elke, Sprecher der zuständigen Polizei Essen. Deshalb würde die Grenze zu den Niederlanden an Autobahnen, Bahnhöfen und auch an Flughäfen streng kontrolliert. Aus ermittlungstaktischen Gründen nennt der Polizeisprecher keine konkreten Kontrollpunkte.

19.13 Uhr: Nach der Festnahme des Hauptverdächtigen wurde die Terrorwarnstufe für die Provinz von 5 auf 4 zurückgesetzt. Gökmen T. werde nun vernommen, teilte die Polizei mit.

19.08 Uhr: Weit hatte es Gökmen T. nach der Tat von Utrecht nicht geschafft. Nach Angaben der Polizei wurde der mutmaßliche Schütze bei einer Wohnungsdurchsuchung im Zentrum der Stadt gefunden.

19.04 Uhr: Die Ermittler müssen nun klären, was hinter der Tat in der Straßenbahn steckt. War es ein Anschlag mit möglicherweise terroristischem Motiv oder eine Beziehungstat?

18.49 Uhr: Der Polizei war der Hauptverdächtige bereits einschlägig bekannt. Berichten zufolge wurden Gökmen T. vor den Schüssen in Utrecht bereits folgende Taten zur Last gelegt:

  • 2012: Einbruch in einen Lastwagen
  • Dezember 2013: Verurteilung wegen versuchten Mordes - Tanis hatte mit einer Schusswaffe auf ein Wohnhaus geschossen.
  • Mai 2014: Ladendiebstahl in Utrecht.
  • Oktober 2014: Anspucken und Bedrohen eines Polizeibeamten.
  • November 2014: Trunkenheit am Steuer.
  • Oktober 2015: Zerstörung einer Polizeizelle.
  • Juli 2017: Vergewaltigungsvorwurf. Der erste Verhandlungstag in diesem Fall war vor zwei Wochen.

Polizei schnappt Hauptverdächtigen Gökmen T.

18.39 Uhr: Erlösende Nachricht aus den Niederlanden: Gökmen T. (37) ist gefasst! Das bestätigte Rob van Bree von der Polizei Utrecht.

18.33 Uhr: Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft teilte mit, dass die Informationslage in den Minuten nach den Schüssen in Utrecht dünn gewesen sei: „Am Anfang war die Rede von mehreren Schüssen an mehreren Orten in Utrecht“, sagte er bei der Pressekonferenz. Zur Stunde würden noch weitere Wohnungen an verschiedenen Orten in den Niederlanden durchsucht. Man könne nicht ausschließen, dass es auch andere Verdächtige gibt. Auch der Sprecher der Staatsanwaltschaft kann zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben zum Motiv des Hauptverdächtigen geben.

Festnahme nach Schießerei in Utrecht

18.18 Uhr: Danach übernimmt ein Sprecher der Polizei das Mikrofon. Er teilt mit, dass die Polizei nach den Schüssen in der Straßenbahn nach einigen Hausdurchsuchungen einen Verdächtigen festgenommen habe. Dabei handelt es sich nach Angaben des Polizeisprechers allerdings nicht um den Hauptverdächtigen. Ob und inwieweit der Festgenommene in die Tat involviert war, sei derzeit noch unklar.

18.16 Uhr: Die Pressekonferenz hat begonnen. Jan van Zanen spricht von einem schwarzen Tag für die Utrecht. Der Bürgermeister spricht den Opfern das Beileid aus, bestätigt drei Todesfälle. Fünf Personen sind verletzt, drei davon im kritischen Zustand. Die Motivlage sei weiterhin unklar. Die höchste Warnstufe werde bis 22 Uhr aufrecht erhalten.

18.06 Uhr: Familiäre Hintergründe oder ein Anschlag? Bislang ist das Motiv des Schützen völlig unklar. Mehr Informationen könnte es bei einer von der Polizei für 18 Uhr angekündigten Pressekonferenz geben. Diese verzögert sich jedoch um einige Minuten.

16.46 Uhr: Immer mehr Medien berichten, dass der gesuchte Gökmen T. (37) mehrfach vorbestraft ist und erst am 4. März wegen Vergewaltigung vor Gericht stand. Hinweise in sozialen Netzwerken deuten darauf hin, dass es sich bei den Schüssen in der Tram auch um eine Beziehungstat gehandelt haben könnte.

16.34 Uhr: Gute Nachrichten: Die Polizei hat die Zahl der Verletzten nach unten korrigiert. Nur fünf statt der zunächst vermuteten neun Menschen wurden verletzt. Die Zahl der Toten bleibt unverändert bei drei. Auch die Empfehlung der Gemeinde, das Haus nicht zu verlassen, wurde inzwischen aufgehoben.

15.53 Uhr: Das Innenministerium von Nordrhein-Westfalen hat der Polizei Essen die Führung des landesweiten Einsatzes übertragen. Wichtige Hinweise aus Deutschland nimmt die Polizei unter 0800 / 66 77 123 entgegen.

15.45 Uhr: Nun hat die Polizei es offiziell bestätigt: Beim Anschlag in der Utrechter Straßenbahn kamen drei Menschen ums Leben. Neun weitere Personen wurden verletzt.

15.32 Uhr: Die Bundespolizei hat ihre Beamten bei den verschärften Kontrollen wegen der Schüsse von Utrecht über das normale Maß hinaus bewaffnet. „Das ist für die Kollegen eine besondere Lage“, sagte ein Polizeisprecher am Montag in Kleve. Es gelte zu verhindern, dass „diese Person oder diese Personen unkontrolliert nach Deutschland einreisen“, sagte der Sprecher.

15.19 Uhr: Kurz vor den Schüssen hat es an der Straße Amerikalaan einen Überfall gegeben, bei dem einer Person ein roter Renault Clio geraubt wurde. Das Auto wurde nach der Tat an der Straße Ticherlaarslaan gefunden.

15.17 Uhr: Die Gemeinde Utrecht mahnt, Passanten sollten „in der Stadt Utrecht bleiben und nicht auf die nahe gelegene Kanalinsel gehen. Melden Sie jede verdächtige Situation der Polizei über die 112.“

15.12 Uhr: Bei dem Anschlag in der niederländischen Stadt Utrecht sind nach den Worten des Bürgermeisters drei Menschen ums Leben gekommen. Außerdem seien neun Menschen verletzt worden, drei davon schwer, sagte Jan van Zanen am Montag in einer Videobotschaft.

15.04 Uhr: Wer Gökmen T. begegnet, so empfiehlt die Polizei, soll nicht selbst aktiv werden. Stattdessen solle man die Polizei unter +31 800 / 6070 oder 112 verständigen.

14.21 Uhr: Die Suche nach dem mutmaßlichen Täter wird konkreter. Die Polizei sucht nach dem 37 Jahre alten Gökmen T., einem gebürtigen Türken.

14.07 Uhr: Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, wurde der gesuchte Renault Clio mittlerweile verlassen in Utrecht aufgefunden.

13.36 Uhr: Auch in Deutschland bleibt der Anschlag nicht ohne Folge. Auch hier kontrolliert die Bundespolizei an Straßen und in Zügen. „Wir haben unsere Fahndungsmaßnahmen hochgefahren, nachdem wir informiert wurden“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Kleve, die nahe der Grenze zu den Niederlanden liegt.

Alle verfügbaren Beamten seien im Einsatz, außerdem verstärkten Beamte der Landespolizei Nordrhein-Westfalen. Schwerpunkt sei die Autobahn 3. Aber auch an anderen Autobahnen, an Bundesstraßen und an kleinen Grenzübergängen ständen Beamte.

Sie schauten sich die sich nähernden Fahrzeuge an und würden gezielt Fahrzeuge herausziehen aus dem fließenden Verkehr bei Verdacht.

13.33 Uhr: Die Menschen in Utrecht sollen ihre Häuser nicht verlassen. Das teilte die Stadt am Montag mit.

13.19 Uhr: Nun beginnt die Pressekonferenz. Jetzt ist offiziell, dass der Täter auf der Flucht ist. Das sagt Pieter Jaap Aalbersberg, Nationaler Koordinator für Terrorismusmusbekämpfung.

Demnach gilt in der Provinz Utrecht die höchste Terrorwarnstufe, in den restlichen Niederlanden die zweithöchste Warnstufe 4. Für Warnstufe 5 gebe es hier noch keinen Anlass.

Allerdings steht jetzt fest, dass es nur einen einzigen Täter gibt. Gerüchte, dass es schon einen Zugriff gab, bestätigt er somit nicht.

Unklar bleibt auch, wie viele Opfer es gibt. Aalbersberg bestätigte lediglich, dass es Opfer gibt.

13.11 Uhr: Auch am Flughafen Schiphol in Amsterdam ist die Polizei in „erhöhter Aufmerksamkeit.“ In wenigen Minuten will die Polizei in einer Pressekonferenz über den aktuellen Stand der Ermittlungen berichten.

12.58 Uhr: Nach den Schüssen in Utrecht gilt in der Provinz nun die höchste Terrorwarnstufe. Die zuständige Behörde rief am Montagmittag die Warnstufe 5 für die Provinz Utrecht aus. Bei dem Vorfall waren am Morgen mehrere Menschen verletzt worden, nach einem Medienbericht starb auch ein Mensch. Offiziell bestätigt wurde das zunächst nicht.

12.51 Uhr: Gegenüber dem „Algemeen Dagblad“ berichtet ein Zeuge, dass der Tramführer die Türen nicht schnell genug geöffnet habe. „Zwei junge Männer neben mir traten eine Scheibe ein, durch die auch ich und andere dann geflüchtet sind.“

12.49 Uhr: Bahnstationen und Moscheen werden nun auch in Rotterdam zusätzlich überwacht. Darüber hinaus wurde die Sicherheit am Amsterdamer Flughafen Schiphol erhöht. „Wir sind noch wachsamer. Dies bedeutet, dass es sichtbare und unsichtbare Maße gibt“, bestätigt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.

12.43 Uhr: Die Polizei Utrecht wiederholt via Twitter noch einmal ihre Warnung: „Nähern Sie sich nicht dem Ort des Vorfalls. Wir arbeiten mit aller Kraft vor und hinter den Kulissen.“

12.31 Uhr: Die Polizei rät Schulen in der Umgebung des Tatorts, die Türen zu verriegeln. Die Behörden haben die höchste Bedrohungsstufe 5 für die Provinz Utrecht ausgerufen.

12.29 Uhr: Die Gemeinde Utrecht hat ein Notfalltelefon eingerichtet. Fragen können an +31 30 - 286 00 00 gerichtet werden.

12.19 Uhr: Bei dem Vorfall in Utrecht soll einem Medienbericht zufolge mindestens ein Mensch getötet worden sein. Das meldete das niederländische Radio am Montag. Ein Verdächtiger sei möglicherweise mit einem Auto geflohen. Die Polizei bestätigte beides zunächst nicht.

12.15 Uhr: Der oder die Täter sind aktuell flüchtig. Der niederländische TV-Sender „RTV Utrecht“ berichtet, die Polizei suche nach einem roten Auto.

12.07 Uhr: Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte gibt sich besorgt. Laut niederländischen Medien hat er außerdem ein Krisenteam einberufen und trifft sich mit der Regierung zu einer Sondersitzung.

12.01: Uhr: Offenbar gab es nicht nur einen Täter. Wie das „Algemeen Dagblad“ berichtet, haben mehrere Menschen das Feuer in der Tram eröffnet.

11.55 Uhr: Die Polizei verkündet nun offiziell, dass sie ein terroristisches Motiv bei den Ermittlungen in Betracht zieht:

11.47 Uhr: Bei Twitter kursieren zahlreiche Bilder des abgesperrten Bereichs:

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Der Vorfall ereignete sich auf dem Platz „24 Oktoberplein“ im Zentrum der Stadt. Wie die Polizei berichtet, eröffnete der unbekannte Täter plötzlich das Feuer in der Straßenbahn. Wie schwer die Opfer verletzt sind, ist aktuell unbekannt. (fel/dso/ak/db/pen mit dpa)

 
 

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