Mütter protestieren gegen Waffengewalt – ihr Tod könnte nicht tragischer sein

Zwei Mütter aus den USA protestierten jeden Tag gegen die Waffengewalt – dann wurden sie selbst zum tragischen Opfer.
Zwei Mütter aus den USA protestierten jeden Tag gegen die Waffengewalt – dann wurden sie selbst zum tragischen Opfer.
Foto: imago images/Symbolbild

Zwei Mütter aus Chicago in den USA wollten ein Vorbild für die Nachbarschaft sein. Sie kämpften jeden Tag dafür, dass ihre Kinder einen sicheren Platz zum Spielen haben. Sie protestierten gegen die ständige Waffengewalt in ihrem Viertel.

Am 26. Juli wurden die beiden jungen Frauen von einem Unbekannten im Auto erschossen.

USA: Polizei kann sich Tat nicht erklären

Nachdem die beiden Frauen auf dem Fußgängerweg mit mehreren Schüssen in den Oberkörper angeschossen wurden, starben sie wenig später im Krankenhaus. Die Polizei konnte bis jetzt noch keinen Täter festmachen. Sie kann sich nicht erklären, warum die Mütter sterben mussten.

Ein Polizeisprecher sagte in einem Statement: „Wir gehen nicht davon aus, dass die Frauen ein geplantes Ziel waren.“

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Mütter waren Vorbilder in ihrem Viertel

Die beiden jungen Mütter galten in Chicagos South Side als Vorbilder. Sie schufen gemeinsam mit der Organisation „Mothers/Men Against Senseless Killings“ für viele Kinder in dem Viertel einen sicheren Platz.

Dort saßen sie jeden Tag mit ihren Kleinen. Zusammen mit anderen Müttern aßen sie zusammen, tanzten und konnten ihre Kinder sicher aufwachsen sehen.

Umso trauriger findet die Vorsitzende der Organisation, dass die Frauen Opfer sinnloser Gewalt wurden. „Ich nehme es als persönliche Drohung, dass unsere Schwestern an einem sicheren Platz für Mütter erschossen wurden.“

Auch andere Freunde der beiden Frauen sind geschockt, wie sie einfach wahllos getötet wurden. Die beiden Mütter wurden von allen Mitgliedern wegen ihrer herzlichen Art geliebt. Sie hätten die hässliche Straßenecke in einen „sicheren Hafen“ verwandelt. Die Opfer hinterlassen jeweils vier Kinder.

Viertel gilt als eines der Gefährlichsten

Chicagos South Side gilt als eine der gefährlichsten Gegenden in ganz Amerika. Drogenbanden, Gangs und Gewalt beherrschen die Straßen. Hunderte Menschen sterben jedes Jahr, oft wegen sinnloser Gewaltverbrechen. So auch an dem Wochenende vom 26. Juli. Da wurden ganze 48 Menschen wahllos umgebracht.

Nirgendwo in der USA werden mehr Menschen ermordet. Das Viertel war früher ein einfaches Arbeiterviertel mit vielen Minderheiten, die sich aber überhalb der Armutsgrenze befanden. Heute stehen die meisten Läden leer, die Häuserfassaden sind runtergekommen und auf den Straßen findet man nicht selten Blutlachen.

Die oftmals Jugendlichen wollen mit ihren Morden Aufmerksamkeit erregen, um der Politik die hoffnungslosen Perspektiven für die jungen Leute zu zeigen. (el)

 
 

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