Mann will Instrument aus den 60ern putzen – und erlebt 9-stündigen Drogentrip

Ein analoger, modularer Synthesizer.
Ein analoger, modularer Synthesizer.
Foto: imago images / Dirk Sattler

Ein Mann aus den USA hat sich im letzten Jahr auf eine musikalische Reise der ganz besonderen Art begeben: Er erlebte einen 9-stündigen LSD-Trip – und zwar völlig unerwartet.

Eliot Curtis, technischer Leiter bei KPIX-TV in den USA, bastelt in seiner Freizeit gerne an alten technischen Geräten herum und war entsprechend glücklich, als er einen Buchla-Model-100 in die Finger bekam.

USA: Mann säubert Synthesizer – und erlebt 9-stündigen Trip

Dabei handelt es sich um einen analogen, modularen Synthesizer. Erstmals wurde das Musikinstrument vom namensgebenden Don Buchla vorgestellt, einem Pionier der elektronischen Musik.

Wie KPIX 5 berichtet, schlummerte das Gerät seit den 1960er-Jahren in einem kalten, dunklen Raum der California State University.

Seit 1960 in einem dunklen Raum verborgen

Curtis nahm es mit nach Hause, um es dort in Ruhe zu reparieren. Stück für Stück arbeitete er sich durch dieses ganz besondere Instrument.

Als er zur Reinigung ein rotes Panel öffnete, bemerkte er, dass unter einem der Knöpfe etwas klebte.

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Er hätte niemals erwartet, um was es sich bei der mysteriösen Substanz handelt

„ Da war irgendein Rückstand...eine Kruste oder kristalliner Rest“, so Curtis KPIX 5 gegenüber. Also tat er, was vermutlich die meisten in so einem Fall machen würden.

Er besprühte die betroffene Stelle mit Reinigungsmittel, wartete etwas und fing dann an, die ungewöhnliche Substanz mit seinen Fingern von der Stelle zu kratzen.

Es begann mit einem Kribbeln

Nach etwa 45 Minuten begann Curtis, sich komisch zu fühlen. Langsam begann sich ein seltsames Kribbeln in seinem Körper auszubreiten. Wie sich später herausstellen sollte: Der Beginn eines 9-stündigen LSD-Trips.

Drei unterschiedliche chemische Prüfungen ergaben, dass es sich bei der Substanz tatsächlich um LSD handelte.

LSD kann seine Wirkung über Jahrzehnte behalten

Ein bekannter LSD-Experte, der lieber anonym bleiben wollte, erzählte KPIX 5, dass LSD über Jahrzehnte hinweg potent bleiben kann, wenn es kühl und dunkel gelagert wird.

Außerdem bestätigte er, dass es durchaus möglich ist, LSD über die Haut aufzunehmen. So war es für Curtis möglich, aus Versehen einen 9-stündigen Trip mit einer Substanz aus den 60ern zu erleben.

Seit dem Erlebnis trägt Curtis Handschuhe bei seiner Arbeit

Wie das LSD nun auf das Instrument gelang kann wohl niemand beantworten. Einen weiteren unerwünschten Trip wird Curtis aber wohl nicht erleben.

Ab sofort trägt er bei den Arbeiten an solchen Geräten nämlich Handschuhe. Der Buchla-Model-100 steht mittlerweile vollständig gesäubert und wieder funktionsfähig in der Californa State University. (db)

 
 

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