US-Magazin „Playboy“ kürt erstes Transgender-„Playmate“

Die Französin Ines Rau ist das erste Transgender-„Playmate“ des „Playboy“.
Die Französin Ines Rau ist das erste Transgender-„Playmate“ des „Playboy“.
Foto: Zabulon Laurent/ABACA / dpa Picture-Alliance /
Es ist eine von zwei Premieren: In der November-Ausgabe des „Playboy“ wird erstmals ein Transgender-Model zum „Playmate“ ernannt.

Los Angeles.  Der „Playboy“ kürt in seiner November-Ausgabe zum ersten Mal in seiner 64-jährigen Geschichte ein Transgender-Model zum „Playmate“. Ines Rau taucht nicht zum ersten Mal in dem Magazin auf: Die Nacktfotos der Französin erschienen 2014 in der Mai-Ausgabe.

So habe sie ihr Coming-out gefeiert, sagte die 26-Jährige in dem US-Magazin; in der jüngsten Ausgabe wird sie das berühmte „Centerfold“ zieren. Der „New York Times“ sagte Cooper Hefner, Sohn des kürzlich gestorbenen „Playboy“-Gründers Hugh Hefner und leitender Kreativdirektor, dass die Wahl des Transgender-Playmates völlig im Einklang mit der Philosophie der Marke stehe; zurzeit würden sich die Ansichten über Geschlechterrollen weiterentwickeln. Die ersten Fotos eines Transgender-Models erschienen Anfang der 90er-Jahre im „Playboy“.

Kritik und Zuspruch in den sozialen Medien

In den sozialen Medien gibt es Kritik an der Entscheidung. Doch während einige Nutzer auf Facebook, Instagram und Twitter schockiert und abgestoßen reagieren, äußern andere Bewunderung für die Entscheidung – und unterstützen sie. Cooper Hefner verteidigt die Wahl: „Wir sollten zusammen für eine offenere Welt kämpfen – gegen eine, die den Hass und fehlende Akzeptanz fördert“,

Es ist nicht die einzige Premiere im November-Heft des „Playboy“: Zum ersten Mal wird ein Mann allein auf dem Cover erscheinen – eine Hommage an Hugh Hefner. Wie das Magazin mitteilte, entstand das Schwarz-Weiß-Foto im Jahr 1965. Hefner war Ende September im Alter von 91 Jahren in Los Angeles gestorben. (moi)

 
 

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