Urlauber sollen Sylt mit selbstgekauftem Sand in Tüten retten

Der Insel Sylt machen Wellen und Stürme zu schaffen. Damit sie nicht immer kleiner wird, sollen Urlauber nun helfen. Und zwar mit Sand in Tüten. Den sollen sie kaufen und am besten im Süden der Insel verstreuen. Ein Kilo Sand kostet knapp zehn Euro - plus fünf Euro Versandkosten. Die Aktion solle die Urlauber für den Küstenschutz sensibilisieren.

Kiel. Urlauber sollen die Ferieninsel Sylt mit selbst mitgebrachtem Sand vor dem Untergang bewahren. Die Aktion der Werbeagentur Más-Emotion soll verhindern, dass Sylt durch Stürme und Wellen immer mehr an Substanz verliert, wie ein Sprecher am Donnerstag in Kiel mitteilte. Auf einer Internetseite bietet sie Sandtüten von je einem Kilogramm zum Kauf an, die Urlauber auf der Insel entleeren sollen. Der Erlös kommt laut Veranstalter dem Verein Förderkreis Syltklinik zugute.

Ein Kilogramm Sand kostet dort knapp zehn Euro, plus rund fünf Euro Versandkosten. Verpackt und versendet werde der Sand von der Stiftung Drachensee für Menschen mit Behinderung. Mit der Idee will die Werbeagentur zudem Urlauber für den Küstenschutz sensibilisieren.

Sand soll am besten im Süden der Insel verstreut werden

Der Sand in Tüten stammt von einem Großhändler, der ihn nach Angaben der Agentur mehrfach reinigt und ph-neutral macht. So gliedere er sich problemlos ins Ökosystem ein. Auch mehrfarbig schillernde Strände seien so ausgeschlossen.

Die Veranstalter empfehlen, den Sand an den Strandabschnitten an der Hörnumer Odde im Inselsüden, am Roten Kliff zwischen Kampen und Wenningstedt sowie am nördlichen Ende am Ellenbogen in List auszustreuen. Denn dort seien die Sturmflut-Schäden besonders gravierend.

 
 

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