Unglaublich! Wie sich ein Islamist in letzter Sekunde gegen seine Abschiebung aus Deutschland wehrte

Flugzeuge am Flughafen Frankfurt. Von dort sollte der Islamist abgeschoben werden, konnte sich aber vorerst erfolgreich dagegen wehren. (Symbolbild)
Flugzeuge am Flughafen Frankfurt. Von dort sollte der Islamist abgeschoben werden, konnte sich aber vorerst erfolgreich dagegen wehren. (Symbolbild)
Foto: imago/Ralph Peters
  • Mann (36) soll Anschläge in Deutschland vorbereitet haben
  • Dann soll er nach Tunesien abgeschoben werden und sitzt schon im Flugzeug
  • Kurz vor dem Start wird die Abschiebung gestoppt
  • Denn der Tunesier hatte einen Asylantrag in Deutschland gestellt
  • Begründung? In Tunesien drohe ihm die Todesstrafe

Frankfurt. Die geplante Abschiebung eines terrorverdächtigen Tunesiers ist einem Bericht zufolge wenige Minuten vor seinem Abflug vom Frankfurter Flughafen gestoppt worden.

Der 36-Jährige habe kurz vor dem Start am Mittwoch einen Asylantrag gestellt, berichtete der Radiosender hr-info am Freitag.

Eilantrag ans Frankfurter Verwaltungsgericht

Der Mann habe sich zudem mit einem Eilantrag ans Frankfurter Verwaltungsgericht gewandt, um seine Abschiebung zu stoppen.

Das Gericht habe diese abbrechen lassen, da über den Asylantrag noch nicht entschieden sei. Der 36-Jährige sei aus dem Flugzeug geholt worden, sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, Alexander Badle, der Deutschen Presse-Agentur.

Tunesier begründet Asylantrag mit Menschenrechtslage

Dem Bericht zufolge soll der Tunesier seinen Asylantrag mit der Menschenrechtslage in dem nordafrikanischen Land begründet haben - ihm drohe dort die Todesstrafe.

Der Mann kam zurück in Untersuchungshaft, wie Badle weiter sagte. Die Ermittlungen gegen ihn dauern an. Zum Stand des Asylverfahrens konnte der Sprecher nichts sagen.

Mann soll Anschlag vorbereitet haben

Der Tunesier war bei einer Razzia am 1. Februar festgenommen worden. Er soll für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) einen Anschlag in Deutschland vorbereitet haben.

Der mutmaßliche Islamist war vor seiner Festnahme schon im Zusammenhang mit zwei Terroranschlägen in Tunesien gesucht worden. Auch der Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarktanschlag, Anis Amri, sollte in sein Heimatland Tunesien abgeschoben werden.

Die Abschiebung war jedoch nicht möglich, weil das nordafrikanische Land notwendige Papiere nicht rechtzeitig ausstellte. Amri wurde kurz nach dem Anschlag, bei dem er zwölf Menschen tötete, von der Polizei in Italien erschossen. (dpa)

Weitere Themen:

Nach Attacken bei BVB Spiel gegen RB Leipzig: Polizei identifiziert 41 Tatverdächtige

Sie wollten nach England und landeten in Duisburg! Kuriose Verwechslung in Reisebus mit Schülern

Video! Viola, Kattia und Erika singen halb nackt Abschiedsständchen für den „Bachelor“

 
 

EURE FAVORITEN