Unfall: Wenn du keine Rettungsgasse bildest, wird dir künftig DAS passieren

Verhältst du dich künftig in der Rettungsgasse falsch, kann das teuer werden. (Symbolbild)
Verhältst du dich künftig in der Rettungsgasse falsch, kann das teuer werden. (Symbolbild)
Foto: imago images / Michael Kristen

Viele Autofahrer haben immer noch nicht verstanden, wie sie eine Rettungsgasse bilden. Die linke Spur nach links und alle anderen weichen nach rechts aus, lautet die Vorschrift. Noch schlimmer wird es allerdings, wenn Autofahrer die Rettungsspur für ihre eigenen Vorteile nutzen - zuletzt sorgte ein junger Mann bei einem Unfall in Dortmund für Entsetzen, als er wendete, um zur nächsten Ausfahrt zurückzufahren >>> hier mehr lesen. In Zukunft kann das echt teuer werden.

Jetzt soll eine Reform der Straßenverkehrsordnung her. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) plant nicht nur eine Änderung in der Rettungsgasse, auch Busspuren, E-Roller und Parken in zweiter Reihe sollen Berücksichtigung im Bußgeldkatalog finden.

Rettungsgasse und Co.: Hier ein Überblick über die geplanten Änderungen

Rettungsgasse:

Wer keine Rettungsgasse bildet oder womöglich noch hinter dem Einsatzfahrzeug herfährt oder wendet, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 320 Euro rechnen. Dazu kommt noch ein einmonatiges Fahrverbot. Das gilt bisher schon, wenn man keine solche Gasse für Rettungsfahrzeuge bildet.

Parken in zweiter Reihe:

Wer unerlaubt in zweiter Reihe parkt oder auf Geh- und Radwegen, soll statt 15 Euro künftig bis zu 100 Euro zahlen.

Busspur:

Sitzen drei oder mehr Leute in einem Auto, soll dieses künftig auch die Busspur nutzen dürfen. Das gelte auch für E-Roller.

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Radfahren:

  • Bisher hieß es, Autos müssen einen „ausreichenden“ Abstand zu Radlern einhalten. Künftig soll es konkrete Regeln geben: 1,50 Meter Abstand im Ort und auswärts sogar zwei Meter müssen dann eingehalten werden.
  • Der „grüne Pfeil“ beim Rechtsabbiegen soll künftig auch für Radfahrer gelten.
  • Analog zu Tempo-30-Zonen für Autos sollen in Zukunft auch Fahrradzonen angeordnet werden können.
  • Lkw mit mehr als 3,5 Tonnen dürfen beim Rechtsabbiegen nur noch Schrittgeschwindigkeit (nicht mehr als 11 km/h fahren, um Zusammenstöße mit Radfahrern zu verhindern.

Notbrems-Assistent: Ab Tempo 30 sollen die Notbrems-Assistenten nicht mehr vom Fahrer selbst abgeschaltet werden dürfen. Hier drohen bis zu 100 Euro Strafe.

„Wir finden lobenswert, dass das Problem Rettungsgasse weiter angegangen wird. Nach einem Unfall müssen Einsatzkräfte schnell vorwärts kommen, um im Ernstfall Leben zu retten“, sagte ein Sprecher der Deutschen Verkehrswacht zu den Plänen.

Verkehrsministerium: Änderung sollen noch in diesem Jahr in Kraft treten

Doch bis die Pläne Scheuers umgesetzt werden, dauert es noch ein wenig. Das Verkehrsministerium kündigte allerdings an, dass die Erhöhung der Geldstrafen noch in diesem Jahr in den Bußgeldkatalog aufgenommen werden. (js mit dpa)

 
 

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