Unbekannter treibt Japanerin in den Ruin

Tokio. Die Liebe einer japanischen Buchhalterin zu einem Unbekannten hat deren Arbeitgeber 120 Millionen Yen (rund 750.000 Euro) gekostet. Der vorgebliche Liebhaber forderte die Frau immer wieder auf, ihm Geld zu schicken.

Die heute 30-Jährige hatte den Mann im Jahr 2001 über das Internet kennengelernt, war ihm aber nie persönlich begegnet - bis die Justiz die beiden einander kürzlich vorstellte, wie japanische Medien berichteten. Der vorgebliche Liebhaber forderte die Frau nämlich telefonisch und per E-Mail immer wieder auf, ihm Geld zur Unterstützung seiner kranken Mutter zu schicken, was die gutgläubige Buchhalterin auch tat: Erst überwies sie eigenes Geld, später borgte sie es, am Ende stahl sie größere Summen aus der Firmenkasse.

Was die junge Frau nicht wusste: Eine kranke Mutter gab es gar nicht, und der falsche Freund verjubelte das Geld, wie die Medien berichteten. Obendrein habe sie sich eine ganz falsche Vorstellung von ihrem Traumprinzen gemacht, denn dieser habe ihr nicht etwa ein Foto von sich, sondern von einem attraktiven anderen Mann geschickt. Der Polizei sagte sie: «Ich dachte, er liebt mich nicht mehr, wenn ich ihm kein Geld mehr leihe.» Den Medien zufolge verklagte ihr Ex-Arbeitgeber die Frau und ihren Pseudo-Liebhaber jetzt auf 153 Millionen Yen Schadenersatz. (AFP)

 
 

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