Türkei: Unglaublich, wo Urlauber in diesem Fünf-Sterne-Hotel schlafen müssen

In der Türkei erleben einige Urlauber gerade in einem Fünf-Sterne-Hotel einen absoluten Urlaubs-Reinfall. (Symbolbild)
In der Türkei erleben einige Urlauber gerade in einem Fünf-Sterne-Hotel einen absoluten Urlaubs-Reinfall. (Symbolbild)
Foto: imago images / UPI Photo

Horror-Szenen in Türkei-Hotel! Statt einem schönen und entspannten Urlaub erleben einige Urlauber derzeit erschreckende Szenen.

Für den Urlaub im Fünf-Sterne-Hotel „Side la Grande“ in der Türkei haben sie zwar schon bezahlt - ein anständiges Zimmer, oder zumindest ein Bett bekommen sie aber trotzdem nicht.

Türkei: Aufschrei in sozialen Medien

In den sozialen Medien zeigen einige Posts ein Bild der katastrophalen Zuständen im Hotel vor Ort. Darauf zu sehen: Lange Warteschlangen in der Lobby, sich stapelnde Koffer und fehlende Schlafmöglichkeiten.

Eine Nutzerin auf Facebook bittet verzweifelt um Hilfe für die Hotelgäste: „Die hilflosen Urlauber sind zu hunderten seit neun Stunden in der Lobby und bekommen kein Zimmer. Oder sie werden nach zehn Stunden warten in miese Absteigen gekarrt. Dort herrscht Betrug im absolutem Ausnahmezustand.“

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Auch der „Bild“ haben einige Nutzer ihre Aufnahmen aus dem Hotel geschickt. Und auch hier lässt sich nur erahnen, welche Hölle die Urlauber im türkischen Urlaubsort Side gerade durchmachen.

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Das ist die Türkei als Urlaubsland:

  • Jedes Jahr reisen 39,5 Millionen Touristen in die Türkei
  • Davon kommen über 4,5 Millionen aus Deutschland
  • Die Einnahmen durch Touristen werden auf über 25 Milliarden US-Dollar geschätzt

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So zeigt eine der Aufnahmen ein Stück Papier, auf das per Hand „Reservirt (sic!) ab 21:30 Uhr“ geschrieben steht. Das liegt jedoch nicht auf einem Bett oder steht auf einem Tisch im Hotelrestaurant - es liegt auf einem ausgeblichenen rosafarbenen Sofa in der Hotellobby.

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Gäste müssen also statt in einem gemütlich Bett auf viel zu kleinen Sofas nächtigen - denn die Zimmer sind voll. Laut Informationen der „Bild“ sollen davon allein am Dienstagabend mindestens zehn Gäste betroffen gewesen sein, darunter auch fünf Kinder.

Wer ist schuld an der Misere?

Inzwischen haben einige Vermittler wie Check24 und Ab-in-den-Urlaub Reisen zu dem Hotel aus ihrem Angebot genommen. Doch für die Urlauber vor Ort ist das natürlich nur ein schwacher Trost. Schließlich haben sie bereits viel Geld für ihren Urlaub bezahlt - und bisher wenig dafür erhalten.

Rechtlich gehen die Urlauber und Kunden einen Vertrag mit dem Reiseveranstalter ein - nicht direkt mit dem Hotel. Jetzt schieben sich beide Seiten gegenseitig die Schuld zu. Gegenüber der „Bild“ sagt der Hotelmanager am Mittwoch, Verträge mit einigen deutschen Veranstaltern seien gekündigt, weswegen es keine Zimmer für die Gäste gebe.

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Der Reiseanbieter LMX aus Leipzig widerspricht dieser Darstellung in der „touristik aktuell“. Dort wird Vertriebschef Mario Krug zitiert. Er sagt, Reisende hätten kein Zimmer erhalten, obwohl dies von Seiten des Hotels zugesichert worden sei. Am Montag zog der Veranstalter Konsequenzen und beendete die Zusammenarbeit mit dem Hotel. Es ist über LMX nicht mehr buchbar.

Für die Gäste die noch vor Ort sind bleibt nur zu hoffen, dass sie in ihrem Urlaub doch noch ein paar schöne Tage verbringen können - auf welchem Weg auch immer. (dav)

 
 

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