Tourist im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz festgenommen – weil er das machte

  • Im ehemaligen KZ Auschwitz wollte ein irischer Tourist seinen Namen in eine Mauer ritzen
  • Der Mann dachte, er verhalte sich richtig
  • Nun muss er sich vor einem Bezirksgericht in Polen für seine Tat verantworten

Auschwitz.  Über eine Million Menschen kamen während des Zweiten Weltkrieges im Konzentrationslager Auschwitz ums Leben. Heute ist das ehemalige KZ für Besucher geöffnet, um als Gedenkstätte und Museum über die Gräueltaten der NS-Zeit zu informieren. Doch offenbar wissen nicht alle Gäste, wie man sich bei einem solchen Besuch zu verhalten hat.

Die „Daily Mail“ berichtet über einen Touristen aus Irland, der sich in der historischen Stätte offenbar verewigen wollte. Der 38-Jährige soll versucht haben, seinen Namen mit einer Münze in die Mauer eines Gebäudes auf dem ehemaligen KZ-Gelände zu ritzen – ohne sich über die Straftat im klaren zu sein, die er damit beging.

Ire bekannte sich zu seiner Tat

Der Mann habe sich im Recht gefühlt, weil er bereits andere Namen an der Mauer entdeckt habe. Als Museumswärter den Iren bei seiner Aktion erwischten, wurde der Mann allerdings laut Zeitung sofort festgenommen, denn er machte sich der Zerstörung eines geschichtlichen Denkmals schuldig.

Wie Mariusz Slomka, Vorsteher des polnischen Ortes Oswiecim nahe der Gedenkstätte, erklärte, bekannte der Mann sich schnell zu seiner Tat und wurde deshalb wieder freigelassen. Dennoch muss der 38-Jährige sich noch vor einem Bezirksgericht in Oswiecim verantworten.

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Bis jetzt ist unklar, wie hoch die Strafe für den Besucher von Auschwitz ausfallen könnte.

Ähnlicher Fall vor zwei Jahren

Die „Daily Mail“ weist in ihrem Bericht allerdings auf einen ähnlichen Fall hin. 2016 hätten portugiesische Jugendliche ihre Namen am Haupttort des ehemaligen KZs eingraviert und wurden zu einer geringen Geldstrafe sowie zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. (alka)

 
 

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