Tote, Drogen, Sexexzesse: Das passiert auf Kreuzfahrten wirklich

Kreuzfahrt: Fünf Tipps vom Profi für Anfänger

Kreuzfahrten sind eine Welt für sich. Reporterin Johanna Rüdiger hat einen Experten gefragt, worauf man achten muss, um an Bord nicht abgezockt zu werden.

Kreuzfahrten sind eine Welt für sich. Reporterin Johanna Rüdiger hat einen Experten gefragt, worauf man achten muss, um an Bord nicht abgezockt zu werden.

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  • Ehemalige Crew-Mitglieder plaudern über ihren Alltag auf einem Kreuzfahrtschiff
  • Sie erzählen von Partys und Affären
  • Aber auch für verstorbene Reisende gebe es einen Ort zur Verwahrung an Bord

Berlin.  Kreuzfahrten sind eine ziemlich langweilige Angelegenheit und nur ein Vergnügen für ältere Reisende – so zumindest ein weit verbreitetes Klischee. Ein ganz anderes Bild der Reisen auf hoher See vermitteln die Aussagen von ehemaligen Crew-Mitgliedern.

In der britischen „Sun“ haben einige ehemalige Angestellte ausgepackt. Sie alle berichten ähnliche Geschichten von Alkohol, Drogen, Sexexzessen – und von Toten an Bord.

Zwei Dinge sind für jede Kreuzfahrt charakteristisch: Zum einen sind die Urlauber und auch die Crew meist weit weg von zu Hause und zum anderen ist ein solches Kreuzfahrtschiff ein ziemlich begrenzter Raum. Diese Dinge führen offenbar zu erhöhter Freizügigkeit und zu vielen offenen Geheimnissen.

Sex und Drogenexzesse

Claire Sanders hat mit Anfang 20 als Friseurin auf einem Kreuzfahrtschiff gearbeitet und berichtet von älteren, einsamen Rentnern an Bord und von Crew-Mitgliedern, die gegen Geld mit ihnen Sex hatten:

„Sie sahen es als eine Möglichkeit, ihr Gehalt aufzustocken. Und sie schämten sich nicht dafür – alle redeten darüber und jeder kannte die Angelegenheiten der anderen“, sagt Claire Sanders.

Drogenfahnder finden Kokain bei Rentnern

Die 27-jährige Britin berichtet auch von Drogenexzessen an Bord. Einmal, auf einer Kreuzfahrt zwischen den Cookinseln und Hawaii habe eine Prüfung durch Drogenfahnder stattgefunden.

Sie erzählt: „Wir waren ziemlich überrascht wie viel Kokain sie gefunden haben und wie viele Menschen daraufhin das Schiff verlassen mussten. Dabei handelte es sich um Rentner, die im Winter ein wenig Sonne abbekommen wollten.

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Angestellte führen ein Doppelleben

Und das war noch lange nicht alles. Auch die ehemalige Angestellte Tina Molson berichtet von Alkohol-, Drogen- und Sexexzessen, von Affären mit Passagieren und unter den Crew-Mitgliedern. „Es ist ein einsamer Lebensstil und jeder war auf der Suche nach jemandem“, sagt sie gegenüber „The Sun“.

Viele an Bord hatten Affären, obwohl sie gar keine Singles waren. „Viele der Offiziere hatten Frau und Kinder zu Hause – aber niemanden schien das zu kümmern. Die verheirateten Männer an Bord führten oft ein Doppelleben.“

Die 52-Jährige arbeitete von 2002 bis 2010 in Duty-Free-Shops auf verschiedenen Schiffen. Näher gekommen seien sich die Angestellten laut Tina Molson bei den Partys, die Angestellte an Bord veranstalteten.

„Wir nannten ihn den Sargschrank“

Tina Molson hat allerdings auch eine ziemlich makabre Geschichte zu berichten. Aufgrund vieler älterer Reisender komme es schon vor, dass einige ihren Lebensabend an Bord eines Kreuzfahrtschiffes verbringen: „Viele der älteren Passagiere gehen monatelang auf Kreuzfahrt, weil es für sie günstiger ist als zu Hause. Und manche gehen sogar zum Sterben auf See.“

Es habe also immer wieder auch Tote an Bord gegeben. Die Britin erklärt: „Auf einem Schiff hatten wir einen Lagerraum neben dem Kühlraum, in dem die Leichen gelagert wurden. Wir nannten ihn den Sargschrank.“ (alka)

 
 

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