Todesfälle in Ägypten – Thomas Cook wendet sich von Hotel ab

Das betroffene Hotel in Hurghada.
Das betroffene Hotel in Hurghada.
Foto: Screenshot Internetseite Hotel
Thomas Cook schickt vorerst keine Urlauber mehr in das Hotel, in dem im August zwei Briten starben. Es wurden Hygienemängel entdeckt.

Hurghada.  Nach dem ungeklärten Tod eines britischen Ehepaars im ägyptischen Hurghada hat der Reiseveranstalter Thomas Cook das betroffene Steigenberger Aqua Magic Hotel bis auf Weiteres aus seinem Programm genommen.

Eine Untersuchung des Urlaubsanbieters in der Anlage am Roten Meer habe ergeben, dass die Hygienestandards zu diesem Zeitpunkt nicht den Standards von Thomas Cook entsprachen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

So wurde unter anderem im Essen „ein hoher Anteil an E-coli- und Staphylokokken-Bakterien festgestellt“. Dies sei wahrscheinlich der Grund für Erkrankungen in dem 5-Sterne-Hotel.

Befunde erklären nicht die zwei Todesfälle

Die Ergebnisse gaben aber Thomas Cook zufolge keine Aufschlüsse über die Todesursache des Ehepaars Ende August. „Thomas Cook wartet auf die Ergebnisse der von den ägyptischen Behörden durchgeführten Untersuchung.“ Man arbeite eng mit der ägyptischen Seite und dem britischen Außenministerium zusammen.

Ende August war ein britisches Ehepaar während seines Aufenthalts in dem Hotel in Hurghada gestorben. Die Provinzverwaltung hatte mitgeteilt, der Mann, dessen Alter britische Medien mit 69 angaben, sei an Herzversagen und Atemversagen gestorben. Das hätten forensische Untersuchungen ergeben. Es gebe keine Hinweise auf ein Verbrechen.

Zur Todesursache der 64-jährigen Frau wurden keine Angaben gemacht. Die Tochter des Ehepaares gab an, dass ihre Eltern kurz zuvor noch bei bester Gesundheit gewesen seien.

Thomas Cook quartierte Ägypten-Urlauber aus

Nach Bekanntwerden der Todesfälle hatte Thomas Cook bereits alle seine Urlauber in ein anderes Hotel umziehen lassen. Auch eine zweistellige Zahl deutscher Touristen war davon betroffen.

Hurghada ist ein beliebter Badeort, der sich 40 Kilometer am Roten Meer entlang streckt. 2017 geriet der Ort wegen eines Messerangriffs in die Schlagzeilen, bei dem zwei Menschen starben. (dpa/cho)

 
 

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