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Tarzan-Affe „Cheetah“ im Alter von 80 Jahren gestorben

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Tarzan und sein Affe: An der Seite von Maureen O'Sullivan und Johnny Weissmüller (hier eine Szene aus "Tarzan, der Affenmensch") wurde Cheetah in den 1930er-Jahren weltberühmt. Foto: imago/United Archives
Der Schimpanse, der in den 1930er-Jahren als „Cheetah“ in den Tarzan-Filmen bekannt wurde, ist tot. Der Affe sei am Heiligabend im Alter von etwa 80 Jahren an den Folgen eines Nierenversagens gestorben, teilte die Pflegestation mit, in der er seit fast 50 Jahren gelebt hatte.

Palm Harbour/USA. 

Cheetah – der Schimpanse aus den Tarzan-Filmen der 30er-Jahre – ist tot. Der Affe sei im Alter von „etwa 80 Jahren“ gestorben, teilte das Tierheim Suncoast Primate Sanctuary in Palm Harbor im US-Staat Florida auf seiner Homepage mit. Das Tier verstarb demnach am 24. Dezember an den Folgen eines Nierenversagens. Die Tierheim-Gemeinschaft habe „einen lieben Freund und ein Familienmitglied verloren“ und sei „sehr traurig“, heißt es.

Cheetah, der berühmteste der 15 Schimpansen in der Pflegestation, sei offen gewesen, habe es geliebt, mit Fingerfarben zu malen und Football zu schauen, sagte die Direktorin des Heims, Debbie Cobb, der örtlichen Zeitung „Tampa Tribune„. Überkonfessionelle christliche Musik habe Cheetah beruhigt, heißt es in dem Bericht weiter.

Cheetah sei in den Tarzanfilmen zwischen 1932 und 1934 als Affe an der Seite von Schauspieler und Olympiasieger Johnny Weissmüller weltberühmt geworden, hieß es. Der Affe sorgte als Gegenstück zum ernsten Weissmüller für zahlreiche Lacher. Das Tier sei aus dem Nachlass Weissmüllers irgendwann in den 60er-Jahren in das Heim gekommen, sagte Cobb.

„Cheetah merkte, ob ich einen guten oder schlechten Tag hatte“

Der Film-Affe wurde außergewöhnlich alt: In freier Wildbahn würden Schimpansen den Angaben der Tierheim-Direktorin zufolge etwa 25 bis 35 Jahre alt. In Zoos lebten sie gewöhnlich 35 bis 45 Jahre. Cheetah sei „sehr mitfühlend“ gewesen, erzählte Debbie Cobb dem „Tampa Tribune“ weiter. „Er merkte, ob ich einen guten oder schlechten Tag hatte. Und wenn er glaubte, ich habe einen schlechten Tag, dann hat er immer versucht, mich zum Lachen zu bringen.“

Auf der Homepage des „Suncoast Primate Sanctuary“ äußern Nutzer derweil ihre Trauer um den berühmten Schimpansen. „Das ist eine sehr traurige Nachricht für mich“, schreibt eine Frau. „Als kleines Mädchen habe ich Cheetah in den Tarzan-Filmen geliebt!“ Ein anderer Nutzer berichtet, dass er sich nach ehrenamtlicher Arbeit im Affen-Pflegeheim dazu entschlossen habe, Tierarzt zu werden. „Ruhe in Frieden, mein Kollege, mein Freund, mein Familienmitglied“, schreibt er. (dapd/we)