Renitente Jungbullen von Polizei erschossen

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Zwei ausgebüxte Bullen haben die Polizei in Werne am Donnerstag in Atem gehalten. Ein Tier mussten Beamte erschießen.
Zwei ausgebüxte Bullen haben die Polizei in Werne am Donnerstag in Atem gehalten. Ein Tier mussten Beamte erschießen.
Foto: Karsten John
Wegen zweier Jungbullen, die aus einem Stall in Werne ausgebrochen waren, hat die Polizei am Donnerstag kurzzeitig auch die Autobahn 1 sperren müssen. Beide Tiere mussten von der Polizei erschossen werden, weil die Rinder immer wieder drohten auf die A1 zu laufen.

Werne. Zwei Jungbullen hielten am Donnerstag Nachmittag die Polizei in Werne auf Trab. Die beiden Tiere brachen gegen 13.30 Uhr aus einem Stall in Werne-Stockum aus und näherten sich gefährlich der Autobahn 1. Mehrfach sah es so aus, als würden die beiden Rindviecher auf die Autobahn laufen.

Die Polizei musste die Autobahn zwischen Hamm/Bergkamen und Hamm-Bockum/Werne mehrmals kurzzeitig sperren. Die Beamten setzten einen Hubschrauber ein und versuchten, die Tiere zu fangen. Eines der Tiere konnte in einem Garten bei Westbrenningen gesichtet werden. Es entzog sich aber dem Zugriff und floh durch einen Bach in Richtung Autobahn. Einer der Jungbullen hatte zudem versucht, durch eine Unterführung unter der Autobahn herzulaufen.

Ein Landwirt versuchte, beide Tiere einzufangen. Dabei erwies sich eines der fast ausgewachsenen Tiere als so renitent, dass die Polizei sich genötigt sah, das Rind erschießen zu lassen.

Ein Veterinär versuchte, das andere Tier zu betäuben. „Wir haben es erst im Guten versucht“, so eine Polizeisprecherin. Am Ende konnte die Polizei auch diesen Bullen nicht fangen und tötete auch dieses Tier.