Fledermäuse und Bussarde durch Windräder gefährdet

Fledermäuse und Bussarde werden in NRW zunehmend durch Windräder getötet. Das belegt eine Studie der Universität Hannover. „Beim Ausbau der Windkraft vernachlässigt die NRW-Landesregierung den Tier- und Artenschutz“, klagt der FDP-Abgeordnete Stefan Romberg.

Düsseldorf. Vor der zunehmenden Gefährdung von Fledermäusen und Bussarden durch Windräder hat der FDP-Abgeordnete Stefan Romberg gewarnt. „Beim Ausbau der Windkraft vernachlässigt die NRW-Landesregierung den Tier- und Artenschutz“, sagte Romberg der WAZ-Mediengruppe.

Nach Untersuchungen des Instituts für Umweltplanung der Universität Hannover verunglücken jährlich pro Windrad im Schnitt zehn Fledermäuse. An einzelnen Standorten waren sogar bis zu 57 tote Tiere im Jahr gezählt worden. In der Antwort auf eine Kleine FDP-Anfrage hatte NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) eingeräumt, dass es in NRW „keine systematischen Untersuchungen zu Fledermaus- und Vogelschlagopfern durch Windenergieanlagen in Nordrhein-Westfalen“ gibt. Allerdings könne lokal „eine erhöhte Kollisionsgefahr mit Windenergieanlagen“ bestehen.

Romberg kritisierte, dass auf Landesebene weder Daten für Tiertötungen durch Windräder erhoben werden, noch dass Remmel konkret umgesetzte Maßnahmen benenne, um gefährdete Tierarten effizient zu schützen. Remmel sicherte allerdings zu, dass die EU-Bestimmungen zum Artenschutz in NRW konsequent angewendet werden. Nach der aktuellen Roten Liste der gefährdeten Arten in NRW verzeichnen die Rauhhautfledermaus und der Mäusebussard in den letzten 25 Jahren eine „deutliche Zunahme“ an Schlagopfern.

 
 

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