Tierheim-Mitarbeiter finden Karton: Der Inhalt treibt ihnen die Tränen in die Augen

Der kleine Wirbel ist nun in Sicherheit.
Der kleine Wirbel ist nun in Sicherheit.
Foto: Facebook/Gnadenhof Kellerranch

Es sind Zeilen, die zu Tränen rühren: „Mein Papa will es nicht haben. Bitte helft dem Wirbel. Geld ist dabei“, steht mit Kinderhandschrift auf einem kleinen karierten Zettel geschrieben. Versteckt liegt er in einem Karton.

Neben ihm sitzt Wirbel, ein schwarz, weißes Meerschweinchen. Wenn man es sieht, weiß man sofort, woher der Name kommt. Abgestellt wurde der Karton samt Tier irgendwo in Weiterstadt. Einem kleinem Ort nahe Darmstadt.

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Meerschweinchen wurde rechtzeitig gefunden

Zum Glück wurde Wirbel rechtzeitig gefunden und zum nahegelegenen Gnadenhof Kelleranch gebracht. Dort wurde es liebevoll aufgenommen. Die Wut der Mitarbeiter über den Herzlos-Vater ist aber noch lange nicht verraucht.

So schrieb der Gnadenhof auf Facebook:

„An den feigen Papa eines großherzigen Kindes,

Ihr Kind musste gestern sein Meerschweinchen weg geben. Sie wollten es nicht. So stand es auf dem beigelegten Zettel. Ihr Kind musste das Meerschweinchen aber nicht nur einfach weg geben, sondern Sie haben ihm anscheinend auch gesagt, dass es ausgesetzt werden muss. Ihr Kind durfte kein neues Zuhause für sein Meerschweinchen suchen, es nicht irgendwo in ein Tierheim bringen, wo es wüsste, dass das Tierchen es gut haben wird und vielleicht eine neue Familie findet. Eine Familie, deren Papa Tiere zu schätzen weiß.“

Und weiter: „Haben Sie bemerkt, wie fürsorglich Ihr Kind den Karton mit ganz viel Heu packte? Wie es den kleinen Futternapf füllte und rein stellte? Haben Sie bemerkt, dass Ihr Kind sein Sparschweinchen leerte und heimlich ein paar Zlotys und Euros im Heu versteckte? Dass es einen Hilfeschrei auf einen Zettel schrieb und ihn ebenfalls in den Karton legte? Haben Sie bemerkt, dass Sie gestern die Seele Ihres Kindes zerbrochen haben als Sie den Karton nahmen und irgendwo abstellten?

Wir glauben nicht. Und obwohl wir schon so viel Leid und Elend gesehen haben, haben wir gestern alle mit den Tränen zu kämpfen gehabt.

Wegen dem Meerschweinchen, aber viel mehr noch wegen Ihrem Kind. Ihrem Kind, welchem Sie einfach etwas entrissen haben. Ihr Kind, welches in seiner begrenzten Form mehr Mut und Größe gezeigt hat als Sie, aber leider keine Unterstützung und nicht den richtigen Weg gezeigt bekommen hat, wie man ein Tier abgibt, wenn es (aus welchen Gründen auch immer) sein muss.“

+++ Bräutigam dreht sich zu seiner Braut um – doch was er dann sieht, schockiert ihn vollkommen +++

Aufbauende Worte für das arme Kind

Und auch für das Kind, das nun ohne sein geliebtes Meerschweinchen auskommen muss, haben die Verantwortlichen der Seite noch ein paar aufbauende Worte:

„Liebes, unbekanntes Kind,

Wirbel ist nun bei uns. Wir wünschten, wir könnten Dir Dein Geld zurückgeben. Und vor allem wünschten wir, dass Du weißt, dass Dein Meerschweinchen in Sicherheit ist und wir uns gut um es kümmern werden. Dieses Versprechen geben wir Dir!

Wir wünschen Dir, dass der Schmerz, den Du mit der Weggabe von Wirbel durchleben musstest, bald nachlässt und dass Du Dein großes Herz für Tiere behältst.“ (göt)

Dieser Text erschien erstmals im November 2018 auf DER WESTEN

 
 

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