Keith Flint ist tot – Prodigy-Gründer gibt Todesursache bekannt

Keith Flint, Frontmann der britischen Band „The Prodigy“ ist tot.
Keith Flint, Frontmann der britischen Band „The Prodigy“ ist tot.
Foto: dpa

Keith Flint ist tot. Der Frontmann der englischen Band „The Prodigy“ wurde laut britischen Medien am Montagmorgen bewusstlos in seinem Haus im englischen Essex aufgefunden.

Demnach hätten Sanitäter noch versucht, ihn zu reanimieren. Doch vergeblich. Keith Flint wurde noch vor Ort für tot erklärt. Er wurde nur 49 Jahre alt.

Keith Flint tot – Prodigy-Gründer veröffentlicht Todesursache

Die traurige Nachricht über den Tod ihres Frontmanns bestätigte die britische Band bei Facebook: „In tiefer Trauer und Bestürzung können wir den Tod unseres Bruders und besten Freundes Keith Flint bestätigen. Ein wahrer Pionier, Innovator und eine Legende. Wir werden ihn für immer vermissen.“

Bei Instagram ging Liam Howlett ins Detail. Der Prodigy-Gründer geht von einem Suizid aus. „Ich kann nicht glauben, dass ich es sage, aber unser Bruder Keith hat sich am Wochenende das Leben genommen. Ich bin zutiefst erschüttert, unglaublich wütend, verwirrt und verletzt. Ruhe in Frieden, Bruder, Liam“, schrieb Liam Howlett:

Die Todesursache ist von polizeilicher Seite noch nicht bestätigt.

Keith Flint zunächst Tänzer – später Prodigy-Frontmann

The Prodigy wurde 1990 von Liam Howlett gegründet. Keith Flint war zu Beginn der Bandgeschichte Tänzer.

Erst 1996 beim Prodigy-Hit „Firestarter“ trat der tätowierte Mann mit dem gefärbten Haarkranz und seinen charakteristischen Grimassen als Sänger in Erscheinung. Danach wurde Keith Flint Prodigy-Frontmann.

Musikwelt nimmt Abschied

Bei Twitter nimmt die Musikwelt Abschied von einer ihrer größten Ikonen. „In tiefer Trauer hören wir die Nachricht über Keith Flint. Er war ein toller Frontmann, ein wahres Original und wir werden ihn vermissen“, schreiben etwa die Musikerkollegen Tom Rowlands und Ed Simons von „The Chemical Brothers“ bei Twitter.

Das ist The Prodigy

The Prodigy wurde 1994 mit dem Album „Music for the jilted generation“ berühmt. Das Album galt als wegweisend für die elektronische Musikwelt.

Zwei Jahre später schaffte es die Band mit ihren Hits „Breathe“ und „Firestarter“ an die Spitze der UK-Charts. Zuletzt eroberte die Band im November 2018 mit ihrem Album „No Tourits“ die Spitze der UK-Charts. In Deutschland landete die Platte auf Platz sechs.

The Prodigy sollte im Sommer in Deutschland auftreten

The Prodigy war erst Anfang Februar von seiner Australien-Tour zurückgekehrt.

Im April wollte die Band ihre „No-Tourists“-Tour in Amerika fortsetzen. Im Sommer sollte „The Prodigy“ dann auch nach Deutschland kommen und unter anderem beim „Highfield Festival“ in Leipzig auftreten. (jg/ak)

>>Anmerkung der Redaktion<<

Zum Schutz der betroffenen Familien berichten wir normalerweise nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.

Wer unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leidet oder jemanden kennt, der daran leidet, kann sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.

 
 

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