„Tatort“: Darum sahen die Zuschauer am Sonntag nicht die Originalversion vom Krimi – Fans motzen: „Nicht zu ertragen!“

Der Tatort wird für die Luzerner Ermittler zum Wettlauf gegen die Zeit.
Der Tatort wird für die Luzerner Ermittler zum Wettlauf gegen die Zeit.
Foto: Foto: Daniel Winkler/ARD Degeto/SRF/dpa

Sonntagabend ist „Tatort“-Zeit: An diesem Sonntag wird im Ersten ab 20.15 Uhr wieder im Ausland ermittelt. Die Schweizer Kommissare sind in Luzern im Einsatz. Der letzte „Tatort“ vor der Sommerpause ist ein echtes Psycho-Drama.

Besonders eine Szene im „Tatort“ lässt dem Ermittlerduo Liz Ritschard (Delia Meyer) und Reto Flückiger (Stefan Gubser) das Blut in den Adern gefrieren. Auf einer Leinwand müssen die „Tatort“-Kommissare mitansehen, wie eine junge Frau in einem Verließ sitzt und verdurstet. Der Mann, der sie eingesperrt hat, ist tot.

Das Video aus dem Kerker haben die Ermittler auf dem Laptop des Toten gefunden. Die gut 88 Krimiminuten sind keine Verbrecherjagd, sondern ein Wettlauf gegen die Zeit, um die Frau zu retten.

„Tatort“ in der ARD am Sonntag: Zuschauer sehen nur Synchronfassung – und das missfällt ihnen

„Ausgezählt“ spielt im Boxer- und Dopingmilieu. Eine durch Doping kranke Boxerin stirbt im Ring an einem Herzinfarkt. Ihre Gegnerin, Martina Oberholzer (Tabea Buser), ist schockiert. Sie will Schluss machen mit dem Dopen und auspacken. Dabei hat sie die Rechnung aber ohne ihren Manager Sven Brügger (Urs Humbel) gemacht. Der will Kasse machen.

+++ Tatort (ARD): Zuschauer wütend wegen Münster-Krimi – „Ganz schön dreist“ +++

Der Onkel der Boxerin, Heinz Oberholzer (Peter Jecklin), Ex-Polizist aus Zürich, bekommt Wind von der Sache, stellt den Manager und erschießt ihn im Affekt, wie er dem Ermittlerduo am Tatort sagt.

Die Suche nach der Boxerin kommt filmisch nicht so recht voran. Es tut sich wenig, kaum Action, viel Warten, und lange Einstellungen von Ritschard beim Joggen, Flückiger beim Nachdenken. So sieht man die Ermittler wenigstens noch einmal prominent.

Es ist ihr vorletzter Fall: Die Schweizer „Tatort“-Fälle spielen ab Herbst 2020 in Zürich, mit den neuen Kommissarinnen Anna Pieri Zuercher und Carol Schuler. Deren Rollen heißen Isabelle Grandjean und Tessa Ott.

+++ Tatort: Irre Neuerung – DAS gab es in der ARD noch nie +++

Deutsches Publikum sieht spezielle Version des Films

Der „Tatort“ aus Luzern hat in Deutschland nie große Fangemeinden gehabt. Das liegt auch daran, dass der schweizerische Wortwitz nur in Schweizerdeutsch rüberkommt, so, wie die Krimis im Schweizer Fernsehen gezeigt werden. Für das deutsche Publikum gibt es aber die Hochdeutsch-Version, weil es die Mundart nur schwer verstehen würde – dabei geht so manches verloren.

Zuschauer finden die synchronisierte Version gar nicht gut

Die Synchro auf Hochdeutsch kommt bei den Zuschauern aber gar nicht gut an. Viele beschweren sich auf Twitter:

  • „Regie: Wie viel Budget bleibt uns für die Synchronisation übrig? Das Erste: Nein“
  • „Was ist das heute für ein Tatort? Schlecht synchronisiert. Zum Glück der letzte aus Luzern. Es wäre besser, wenn sie das Original mit Untertiteln gezeigt hättten. Da wäre die Atmosphäre besser rübergekommen. Schade!“
  • „Ist doch lachhaft. Wenigstens die Option '2. Kanalton' sollte doch machbar sein. So ist Tatort aus der Schweiz nicht zu ertragen“
  • „Die Schweizer nehmen den Tatort erst in klingonisch auf und die gleichen Schauspieler sprechen dann ihre Texte in Deutsch drüber? Nur damit die Mundbewegungen nicht zum Ton passen?“
  • „Ton und Bild sind doch asynchron?“
  • „Wenn Ton zur Mundbewegung nicht passt ist entweder der Fernseher kaputt oder man schaut den Schweizer Tatort “

Letzt Folge „Tatort“ barg ein dunkles Geheimnis

Die Spannung des vorletzten Films liegt mehr in der mysteriösen Beziehung zwischen Ritschard und dem Onkel der Boxerin. Er war ihr Ausbilder. Flückiger ahnt ein dunkles Geheimnis zwischen den beiden und lässt sich alte Akten kommen.

+++ Tatort in der ARD: Zuschauer diskutieren über bestialische Szene – „FSK18!“ +++

Dass der Mörder am Ende ein ganz anderer war, dass es noch einen Toten und einen weiteren Täter gibt – es gerät in der Zweierkiste Ritschard-Flückiger fast zur Nebensache.

7 Millionen Zuschauer sahen den letzten Tatort vor der Sommerpause. (jg/ses/dpa)

 
 

EURE FAVORITEN