Tatort in der ARD: Zuschauer diskutieren über bestialische Szene – „FSK18!“

Constanze Lauritzen (Christina Große), Anna Janneke (Margarita Broich) und Paul Brix (Wolfram Koch) in einer Szene des Krimi "Tatort: Das Monster von Kassel".
Constanze Lauritzen (Christina Große), Anna Janneke (Margarita Broich) und Paul Brix (Wolfram Koch) in einer Szene des Krimi "Tatort: Das Monster von Kassel".
Foto: dpa

Der „Tatort“ aus Kassel startet düster. Ein Mann fährt mitten in der Nacht in den Wald und schleift einen Leichensack hinter sich her. Es regnet in Strömen, Blitze zucken über den Himmel.

Das „Monster von Kassel“ heißt die passend dazu die aktuelle „Tatort“-Folge. Wer das Monster ist, wird also schon nach wenigen Minuten klar.

„Tatort“ in der ARD: Zuschauer diskutieren über Anfangsszene von „Monster von Kassel“

Dann legt die Gestalt die männliche Leiche frei und fängt an sie mit einer Axt zu zerhacken. Danach packt der Mann, der die Kapuze tief ins Gesicht gezogen hat, die Leichenteile einzeln in Säcke verpackt in ein Auto und verlässt den Wald.

Das Ermittlerduo des „Tatort“ aus Kassel, Anna Janneke (Margarita Broich) und Paul Brix (Wolfram Koch), begibt sich auf eine Schnitzeljagd mit Leichenteilen. Auch im hessischen Krimi zu sehen ist der niederländische Darsteller Barry Atsma, den du vielleicht schon im vergangenen Jahr in der preisgekrönten ZDF-Serie „Bad Banks“ gesehen hast. Diesmal liefert er sich als Talkshowmoderator Maarten Jansen ein packendes Psychoduell mit Hauptkommissarin Janneke.

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Die Teile des toten Körpers tauchen kurz darauf an verschiedenen Orten auf: einige in Frankfurt, andere später in Nordhessen. Schnell finden die Ermittler heraus, dass es sich bei dem Opfer um den 17-jährigen Stiefsohn des bekannten Kasseler Talkmasters Maarten Jansen handelt.

Da für den Zuschauer die Frage nach dem „Wer?“ schnell beantwortet ist, konzentriert sich der „Tatort“ auf die Frage „Warum?“.

Zuschauer diskutieren bei Twitter über die Anfangsszene

Die Zuschauer diskutieren schon während der Tatort-Folge bei Twitter über die Machart des Krimis und beurteilen die EIngangsszene. „Muss auch mal sagen, dass der Tatort mittlerweile zu splatterlastig ist. Hoffentlich schauen die Kinder keinen Tatort. FSK 18“, meint ein Nutzer. „Wieder etwas Grusel zum Wochenbeginn“, ordnet auch ein anderer ein.

Eine andere Nutzerin vergleicht die Krimireihe mit der US-Serie Dexter „Das riecht irgendwie schon wieder so nach Dexter heute Abend im Tatort“. In dieser Serie verübt der gleichnamige emotionslose Protagonist Selbstjustiz und zerhackt seine Leichen.

Hier einige weitere Kommentare zu der Szene:

  • „Wieder etwas Grusel zum Wochenbeginn“
  • „Achsooo, der hat den Jungen für die Einschaltquote zerstückelt- Fall gelöst“
  • „Sohn zerstückelt für die Einschaltquote“
  • „Zerstückelte und verstreute Leichen hätte ich eigentlich eher nach einem Til Schweiger Tatort erwartet.“

Dass der Zuschauer die Auflösung dennoch erst spät erahnt, ist das Verdienst des Drehbuchs von Stephan Brüggenthies und Andrea Heller. Das Finale ist dagegen nicht sehr realistisch - aber trotzdem fesselnd. Denn am Ende lässt das „Monster von Kassel“ alle Masken fallen. (js mit dpa)

 
 

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