„Tatort“ in der ARD: DAS ging den Zuschauern richtig auf die Nerven

Der Tatort kommt am Sonntag aus Berlin. Kommissarin Nina Rubins (Meret Becker) hat Angst um ihren Sohn Tolja (Jonas Hämmerle. li.).
Der Tatort kommt am Sonntag aus Berlin. Kommissarin Nina Rubins (Meret Becker) hat Angst um ihren Sohn Tolja (Jonas Hämmerle. li.).
Foto: rbb/Stefan Erhard

Berlin. Eigentlich begann der „Tatort“ in Berlin mit einem Routine-Einsatz: Eine Polizeistreife wird zu einer Ruhestörung gerufen. Doch plötzlich fallen Schüsse, ein Drogendealer hat das Feuer eröffnet. Kurz darauf stirbt eine junge Polizistin. Ein Praktikant der Polizei überlebt nur knapp.

Brisant: Der Praktikant Tolja ist der Sohn der „Tatort“-Kommissarin Nina Rubin (Meret Becker) – und der verstrickt sich in Widersprüche, was wirklich am Tatort geschehen ist. Und wieder mischt sich das Privatleben der Kommissare in den „Tatort“ ein.

„Tatort“ in der ARD: Privatleben der Ermittler gerät in den Fokus

Für viele Fans der Krimireihe nicht unbedingt erwünscht, Krimi-Puristen mögen es nicht, wenn das Private von Kommissaren eine zu große Rolle spielt. Denn auch die privaten Handlungen von Rubins Partner Robert Karow (Mark Waschke) geraten in den Fokus. Der bisexuelle Kommissar hat eine Affäre mit der Gerichtsmedizinerin und sitzt nackt am Laptop. Ein ungewöhnliches Bild für einen „Tatort“-Kommissar.

Doch noch eine andere Sache störte die Zuschauer massiv: Die Protagonisten sprachen sehr undeutlich miteinander, oder besser gesagt in den Augen vieler nuschelten die Schauspieler. Im Netz motzten die Zuschauer gehörig über die undeutliche Aussprache:

  • Britta Weigel: Sprechen die eigentlich alle so undeutlich oder brauche ich ein Hörgerät? Bei der Musik fliegen mir aber bald die Ohren weg. #tatort
  • Susanne Beck: Würden sie deutlicher reden, könnten wir alles binnen 20 min aufklären.
  • LM1986: Man, nuscheln die alle
  • mussigger: Bin ich der einzige, der die Dialoge kaum versteht, obwohl ich nicht in einer Seniorenresidenz lebe ?
  • Muelex: Die Nuschelei nervt ! Oder ist das Absicht damit keiner versteht worum es geht ?

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Trotz der familiären Verstrickungen hat Regisseur Christian von Castelberg mit „Der gute Weg“ einen geradlinigen Krimi gedreht, ohne Experimente, erfrischend solide. Und mit einer Prise Berliner Realismus: Einmal muss ein Polizist das kaputte Waschbecken auf der Wache reparieren und bekommt eine Dusche ab.

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Klassischer Spannungsaufbau

Erfreulich für die „Tatort“-Puristen: Der Spannungsaufbau war klassisch. Man ahnte früh, dass bei dem altgedienten Streifenpolizisten Stracke (Peter Trabner), der beim Einsatz einen Schuss ins Bein abbekommt, etwas nicht stimmt. Er steht kurz vor der Pensionierung.

Das Wohnmobil für die Reisen mit seiner Frau steht schon vor seinem Bungalow. Stracke hat einen schlimmen Verlust erlitten, mehr sollte man nicht verraten. Im Finale bangt Nina Rubin um ihren Sohn, greift zur Waffe und findet dann eine tröstende Hand. (jg/dpa)

 
 

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