„Tatort“ in der ARD: Diese Szene aus Bremen sorgte für Kopfschütteln: „Totaler Nonsens!“

Tatort: Das Duo Inga Lürsen (Sabine Postel) und Nils Stedefreund (Oliver Mommsen) geht zum letzten Mal auf Verbrecherjagd.
Tatort: Das Duo Inga Lürsen (Sabine Postel) und Nils Stedefreund (Oliver Mommsen) geht zum letzten Mal auf Verbrecherjagd.
Foto: dpa

Bremen. Es ist Schluss mit dem Tatort: Am Ostermontag geht das Duo Inga Lürsen (Sabine Postel) und Nils Stedefreund (Oliver Mommsen) zum letzten Mal auf Verbrecherjagd.

Die Bremer Kommissare verabschieden sich nach 18 gemeinsamen Jahren im TV-Polizeidienst von der Tatort-Bühne. „Als Schnüffler werden wir jetzt erstmal getrennt“, sagt Mommsen in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. „Natürlich kann man nie mit absoluter Sicherheit wissen, ob es auch die richtige Entscheidung war“, ergänzt Postel.

Wenn du den Tatort noch nicht gesehen hast: ACHTUNG SPOILER!

Tatort in der ARD am Ostermontag: Bremen bekommt neue Kommissare

Der letzte Fall der beiden hatte es noch mal richtig in sich: Bauarbeiter finden die Leiche einer Frau. Die beiden Ermittler Lürsen und Stedefreund decken dabei ein Netz aus Korruption und illegalen Machenschaften auf. Die Tote hat für eine Immobilienfirma gearbeitet.

Die Firma steht im Visier der BKA-Beamten Maller (Robert Hunger-Bühler) und Kempf (Philipp Hochmair). Diese versuchen die Ermittlungen der Mordkommission zu verhindern. Das altbekannte Spiel „Ab hier übernehmen wir“, BKA gegen Mordkommission, wird noch mal neu aufgelegt.

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Atmosphärisches Bilderspektakel

„Unsere letzte Folge hat sehr viel mit Vertrauen zu tun. Die Beziehung der beiden, die schließlich jahrelang von bedingungsloser Loyalität geprägt war, wird auf einmal komplett hinterfragt“, erklärt Sabine Postel. „Diese schon“, erwidert seine Kollegin.

Auf Twitter überschlagen sich die Reaktionen zum letzten Bremer Tatort. Manche Nutzer schwelgen in Erinnerung und sind ganz traurig über das Aus des Tatorts, andere sind glatt enttäuscht vom Ende. So schreibt ein Nutzer etwa, dass der Tatort spannend war. „Nur die letzten zehn Minuten waren nix.“ Der Fallschirmsprung am Ende hinterließ viele Reaktionen.

Am Ende springt Kommissarin Lürsen mit dem Falschirm aus einem Flugzeug und verteilt die Asche ihres toten Kollegen. Der bewegende Moment kam nicht bei allen Zuschauern gut an.

Auch sind Tatort-Fans generell enttäuscht von der finalen Folge:

  • „Das war ein Scheißende“
  • „Wenn ich mal sterbe möchte ich dass meine Asche in einem # DHL Paket an eine unbekannte Adresse versandt wird und nicht wegen unzustellbarkeit an dem Versender zurück geht!“
  • „Schade, dieser letzte Tatort mit Lürsen und Stedefreund ist ja wohl totaler Nonsens; völlig konstruiert und unglaubwürdig mit total überzeichneten Rollen. Leider kein gelungener Abgang der Bremer. Ich hatte mir so viel mehr versprochen: Schulnote 5.“
  • „Völlig überzeichnet. Alles. Und unsinnig dazu. Das war nichts. Schade. “
  • „Warn bisschen unbefriedigend, dieses Ende. Warum hat der Junkie ihn jetzt erschossen? Weil er das schon immer mal wollte?“
  • „SEHR laffe Dramatik zum Schluß auch noch“
  • „In diesem Tatort ist sogar ein Autounfall öde.“

Auch haben sich viele über unrealistische Szenen lustig gemacht:

  • „Wenn ich mich mit meinem Auto gefühlte 28 mal überschlage, stehe ich auch immer gleich wieder auf und unterhalte mich...“
  • Bei tempo 30 sieben mal überschlagen
  • „Überall trainiertes SEK und der Junkie kann viermal schießen...“
  • nur weil die sich 90 Mal mit dem Auto überschlagen und unverletzt da aussteigen , regen sich jetzt alle auf. Hat bei Cobra 11 auch keinen interessiert
  • drei Überschläge, zehn SEK Beamte und zwölf Nebengeschichten zu wenig Tatort wie immer untertrieben...

Doch viele Twitter-Nutzer sind emotional berührt und schreiben:

  • „Fulminanter Abschluss“
  • „Schade, dass es vorbei ist, war ein tolles Team. Schon bewegend...“
  • „R.I.P., Stedefreund. Du warst einer von den Guten!“
  • „Tschö Tatort Bremen war schön mit euch! Es bleibt ein Relikt“
  • „Inga Lürsen und Nils Stedefreund - ich werde euch vermissen!!! Ich habe gerade den letzten Tatort aus Bremen gesehen. Was für ein spannender Fall mit einem dramatischen Ende...ich habe geweint“
  • „Starker Tatort. Großartige Inszenierung mit Kloß im Bauch wegen bitterem Ende. “

Regisseur Florian Baxmeyer hat den letzten Tatort des Duos zu einem eng getakteten, atmosphärischen Bilderspektakel inszeniert, das dem Zuschauer nur selten Zeit zum Verschnaufen lässt. „Da haben die echt noch mal das große Besteck rausgeholt. Zum Schluss noch mal tief in die Tasche gegriffen, ein paar Euro mehr ausgegeben und uns den ganz großen Abenteuerspielplatz geschaffen“, sagt Oliver Mommsen.

Wer künftig das Bremer Kommissaren-Duo an der Weser ablöst, ist noch nicht bekannt. Anfang 2020 soll es den nächsten Tatort aus der Hansestadt geben. (dpa/jg)

 
 

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