Tatort in der ARD: So spannend wird das Action-Drama aus Luzern an diesem Sonntag

Leonie Seematter (Cecilia Steiner) und Reto Flückiger (Stefan Gubser) werden im aktuellen Tatort aus Luzern von Mike (Misel Maticevic) bedroht.
Leonie Seematter (Cecilia Steiner) und Reto Flückiger (Stefan Gubser) werden im aktuellen Tatort aus Luzern von Mike (Misel Maticevic) bedroht.
Foto: dpa

Der eine strotzt vor Geld dank smarter Firmenübernahmen, der andere verliert dadurch seinen kärglichen Job. Die eine glaubt, mit Geld ist alles zu haben, die andere setzt auf Prinzipien wie Gerechtigkeit. Der Schweizer „Tatort“ mit dem Titel „Friss oder stirb“ verwebt diese Konflikte am Sonntag (20.15 Uhr) in der ARD zu einem spannenden Drama mit viel Action.

Tatort in der ARD: Darum geht es im Schweizer Tatort „Friss oder stirb“ aus Luzern

Eine Wirtschaftsprofessorin wird erstochen in ihrer Wohnung gefunden. Lackspuren an einem Auto vor der Tür führen zu dem Unternehmer Anton Seematter (Roland Koch). Dessen Tochter Leonie (Cecilia Steiner) war eine Studentin der Professorin. Unternehmer Seematter steht zur gleichen Zeit im Visier des deutschen Arbeiters Mike Liebknecht (Mišel Matičević), der wegen einer Firmenübernahme durch Seematters Swisscoal seinen Arbeitsplatz verloren hat.

Geiselnahme in Luzerner Villa: Geiselnehmer fordert rund eine halbe Million

Liebknecht dringt verzweifelt in Seematters Villa in Luzern ein, nimmt dessen Tochter und Ehefrau Sofia (Katharina von Bock) als Geiseln und wartet auf Seematter, um Geld zu verlangen. Er gibt sich bescheiden: Er will rund eine halbe Million - genau die Summe, die er in den 20 Jahren bis zur Rente noch verdient hätte.

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Seematter kommt heim, und obwohl seine emotionslose Frau und seine aufmüpfige Tochter gefesselt sind, bleibt der Unternehmer cool. Erst rechnet er dem Arbeiter vor, dass er bei seiner Berechnung die Inflation vergessen hat, dann fängt er an zu schachern: „100 000 Euro - take it or leave it“, sagt er und will mit dem Erpresser mit einem selbst gemachten Gesundheitstrunk darauf anstoßen. Liebknecht schlägt ihm das Glas aus der Hand.

Der Geiselnehmer fesselt auch die „Tatort“-Kommissare

In dem Moment klingeln die Kommissare Liz Ritschard (Delia Mayer) und Reto Flückiger (Stefan Gubser) an der Tür, um der Lackspur aus den Mordermittlungen nachzugehen. Der Geiselnehmer lockt sie ins Haus und fesselt sie. Und findet plötzlich Interesse an den Ermittlungen.

Im zunehmenden Chaos verwischen die Grenzen zwischen den Welten der Privilegierten, den auf der Strecke gebliebenen und den Kämpfern für Gerechtigkeit mit ihren jeweiligen Moralvorstellungen.

Am Ende gibt es nur Verlierer, darunter drei Tote und mehrere Täter. Auch Kommissar Flückiger kommt nicht heil davon: In einem Wutausbruch schießt der Geiselnehmer ihm ins Bein. Der Kommissar ist auch symbolisch angeschlagen: das Schweizer Fernsehen hat beschlossen, ihn und Ritschard, die seit langem nur mäßige Zuschauerquoten einbrachten, abzulösen.

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Den jüngsten Luzerner „Tatort“-Krimi „Die Musik stirbt zuletzt“ sahen im Sommer in Deutschland so wenige Zuschauer wie nie zuvor: weniger als fünf Millionen. Die ARD nannte das angesichts der Sommerhitze zwar ein respektables Ergebnis. Aber erfolgreiche „Tatort“-Fälle kommen teils auf mehr als zehn Millionen Zuschauer.

Nach diesem „Tatort“ treten Flückiger und Ritschard im nächsten Jahr noch zweimal an, danach wird mit neuem „Tatort“-Team in Zürich ermittelt. Die Dreharbeiten beginnen dort nach Angaben des Schweizer Fernsehen SRF Ende 2019. Wer dort auf Verbrecherjagd geht, wird nach Angaben von SRF frühestens im Februar feststehen.

Den „Tatort - Friss oder stirb“ siehst du am Sonntag um 20.15 Uhr in der ARD. (dpa)

 
 

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