Tierschützer auf Löwenfarm in Südafrika: In der Kühltruhe entdecken sie Furchtbares

Tierschützer haben eine Löwenfarm kontrolliert. Sie fanden Fürchterliches.
Tierschützer haben eine Löwenfarm kontrolliert. Sie fanden Fürchterliches.
Foto: imago images / CTK Photo

In Südafrika wird auf Löwenfarmen auf grausame Art und Weise Geld gemacht. Von ihrer Geburt bis zu ihrem Tod wird so viel Geld aus den Löwen geholt, wie nur möglich. Angefangen bei ihrer Geburt werden die Löwenjungen zum Streicheln und Fotografieren mit Touristen benutzt.

Erreichen sie eine entsprechende Größe, kommen sie in ein umzäuntes Gehege, wo Jagd auf sie gemacht werden darf. Nach ihrem Tod werden die erlegten Wildkatzen als Trophäe genutzt oder ihre Knochen als „Medizin“ verkauft. Tierschützer einer südafrikanischen Tierschutzorganisation haben kürzlich auf so einer Löwenfarm einen grausamen Fund gemacht.

Südafrika: Tierschützer machen grausamen Fund auf Löwenfarm

Bei der Untersuchung der Räume stießen die Tierschützer auf eine große Kühltruhe. Wie die britische „Dailymail“ berichtet, fanden sie darin 20 tote, eingefrorene Löwen und Tiger in unterschiedlichen Größen.

Die Farm stand bereits unter Beobachtung, seit die „National Society for the Prevention of Cruelty to Animals“ (NSPCA) im April insgesamt 108 verwahrloste Tiere gefunden hatte. Darunter Löwen, Tiger und Karakale.

Schwere neurologische Schäden

Auf der Pienka Farm entdeckten die Tierschützer noch zwei weitere, lebende Löwen. Eingepfercht in kleine enge Käfige. Ihre Beine konnten sie nicht mehr bewegen, ihr Köpfe wippten die ganze Zeit hin und her.

Die beiden wurden eingeschläfert, da die Tierärzte schwere unumkehrbare neurologische Schäden vermuteten. Auch im Lagerraum lag ein totes Löwenjunges.

„Ein unnötig langsamer und grausamer Tod“

Die Zeichen an seinem Körper sprechen für sich. Die Druckstellen an den Knien und Gelenken des Jungen weisen darauf hin, dass es lange Zeit nicht aufstehen konnte, nicht in der Lage war zu essen oder zu trinken und sich keinen Unterschlupf suchen konnte.

Ein Kontrolleur der NSPCA, Douglas Wolhunter sagte dazu: „Es hat wahrscheinlich Tage gedauert, bis das Junge gestorben ist. Ein unnötig langsamer und grausamer Tod.“

------------------------------------

• Mehr Themen:

Mutter wirft Bierflasche auf Baby: Dann beginnt eine Gewaltorgie

Youtuberin führt ihren Hund vor – dann tut sie ihm DAS an

• Top-News des Tages:

Leroy Sané: Verletzungs-Schock – ist ER die Alternative zu Sané?

Pietro Lombardi: Eklat in NRW – Veranstalter stocksauer – „Noch nie erlebt!“

-------------------------------------

Krankheiten durch Inzucht

Viele Tiere leiden unter Krankheiten, die unter anderem durch hohe Inzuchtraten zustande kommen, wie bei dem britischen Portal zu lesen ist.

Zusätzlich zu den Krankheiten kommt enormer Stress für die Tiere. In der freien Wildbahn bringen Löwinnen etwa alle zwei Jahre Nachwuchs zur Welt. In den Farmen müssen sie alle sechs Monate werfen.

Kurz nach der Geburt wird der Nachwuchs entrissen

Wenige Tage nach der Geburt, teilweise wenige Stunden danach, werden die Neugeborenen ihren Müttern entrissen. Kurz nach der Wegnahme ihrer Jungen sind die Löwinnen wieder empfängnisbereit. Sowohl die Weibchen als auch die Jungen leiden enorm darunter.

Gejagt werden die Großkatzen im Übrigen meist nicht auf den Aufzuchtstationen selbst. Sie werden dazu an extra Jagdfarmen verkauft.

Besonders perfide: Viele Löwenzüchter bezeichnen sich selbst als „Naturschützer“ und erzählen Touristen, dass die Tiere zur Auswilderung gezüchtet werden. In Gefangenschaft geborene und von Hand aufgezogene Tiere können allerdings nicht erfolgreich ausgewildert werden. (db)

 
 

EURE FAVORITEN