Ausfälle und Verspätungen: Bahn rechnet noch mit tagelangen Störungen durch Sturm Xavier

Tote und Verkehrschaos durch Orkantief "Xavier"

Schwere Schäden durch das Sturmtief "Xavier": In Nord- und Ostdeutschland sterben mindestens sechs Menschen in ihren Fahrzeugen, zahlreiche weitere werden zum Teil lebensgefährlich verletzt.

Schwere Schäden durch das Sturmtief "Xavier": In Nord- und Ostdeutschland sterben mindestens sechs Menschen in ihren Fahrzeugen, zahlreiche weitere werden zum Teil lebensgefährlich verletzt.

Beschreibung anzeigen
Die Bahn meldet Erfolge im Kampf mit den Folgen von Sturm Xavier. Ein Teil der Fernzüge von Berlin nach Westen soll am Samstag fahren.

Berlin.  Die wegen des Sturmtiefs „Xavier“ eingestellten Fernverkehrsstrecken Berlin-Hannover und Hamburg-Hannover sollen am Samstag wieder aufgenommen werden. Das teilte die Deutsche Bahn am Freitagabend in Berlin mit. Die Verbindung zwischen Berlin und Hamburg wird allerdings erst vom 9. Oktober an wieder befahrbar sein. Die Strecke sei besonders schwer von dem Sturmtief betroffen, hieß es. Auf einer Länge von sechs Kilometer seien die Oberleitungen massiv beschädigt.

Fahrgäste müssten sich in den nächsten Tagen weiter auf Störungen einstellen, hieß es. Infolge des Sturms seien viele Strecken noch gesperrt. Die Aufräumarbeiten liefen auf Hochtouren. Mehr als 100 Mitarbeiter und 17 Spezialfahrzeuge zur Reparatur von Oberleitungen seien im Einsatz. In den kommenden Tagen sollen die Verbindungen sukzessive wieder aufgenommen werden.

Eingerichtete Hotelzüge beherbergten Gestrandete

Die Nacht verbrachten viele Gestrandete in Hotels oder in von der Bahn bereitgestellten Zügen. So standen zum Beispiel drei Übernachtungszüge in Kassel-Wilhelmshöhe, außerdem gab es sogenannte Hotelzüge in Berlin am Hauptbahnhof und an den Stationen Spandau und Südkreuz sowie an den Hauptbahnhöfen in Köln, Dortmund, Bielefeld, Düsseldorf, Leipzig, Hamburg und Hannover. In Kassel waren Schnellzüge gestrandet, weil sie aus dem Süden nicht weiter in Richtung Norden fahren konnten. Ähnliches passierte an Bahnhöfen in Köln und Leipzig.

Der Nahverkehr lief am Freitag nach Angaben der Bahn in Teilen wieder - insbesondere in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg. Im Großraum Berlin und Magdeburg kam es noch zu Einschränkungen. Diese sollen Montagmorgen behoben sein. Die S-Bahn ist in Hamburg nach Angaben der Bahn wieder auf allen Strecken unterwegs. In Berlin fährt die Ringbahn wieder, auf anderen S-Bahn-Strecken gibt es noch Beeinträchtigungen.

Sieben Tote nach Sturm

Das Sturmtief hatte am Donnerstag mindestens sieben Menschen in Deutschland das Leben gekostet. Am späten Abend entspannte sich zumindest die Wetterlage. (dpa)

EURE FAVORITEN