Sturm „Sebastian“: Passant von umgewehtem Gerüst erschlagen

Sturmschäden: So holt man sich sein Geld zurück

Ein Sturm kann schnell große Schäden am eigenen Haus anrichten. Zum Glück gibt es Versicherungen, die dafür aufkommen. Diese fünf Regeln sollte man beachten, damit die Schäden auch bezahlt werden.

Ein Sturm kann schnell große Schäden am eigenen Haus anrichten. Zum Glück gibt es Versicherungen, die dafür aufkommen. Diese fünf Regeln sollte man beachten, damit die Schäden auch bezahlt werden.

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Herbststurm „Sebastian“ bringt Orkanböen von bis zu 140 km/h nach Deutschland. In Hamburg sind deshalb bereits zwei Menschen gestorben.

Hamburg.  Das Sturmtief „Sebastian“ hat in Deutschland bereits drei Todesopfer gefordert. In Hamburg wurde ein Mann von einem Gerüst erschlagen, ein Rollstuhlfahrer ertrank dort in der Elbe. Im Sauerland wurde ein Arbeiter von einem umstürzenden Baum getroffen.

Die Wucht von „Sebastian“ hatte sich um 12.15 Uhr erstmals mit fatalen Folgen vor dem ehemaligen „Spiegel“-Gebäude gezeigt. Eine Absturzsicherung stürzte auf Passanten. Ein Mann wurde dabei so schwer verletzt, dass er später im Krankenhaus an den Folgen starb. Die Absturzsicherung war zum Schutz für Bauarbeiter installiert worden, Teile hatten einen zweiten Passanten leicht verletzt. Die Ermittlungen dauern an.

20 Meter lange Fichte traf Arbeiter

Etwa zwei Stunden nach dem Zwischenfall am Gerüst kam es zu einem weiteren Todesfall: Am Fähranleger Blankenese stürzte ein Rollstuhlfahrer, der den Rollstuhl mit dem Mund lenkte, in die Elbe. Die Feuerwehr vermutet, dass er aufgrund des heftiges Windes ins Wasser fiel. „Der tote Mann wurde aus der Elbe geborgen und an Land gebracht“, sagte ein Feuerwehrsprecher dem „Hamburger Abendblatt“. Die Polizei schloss aber auch einen Suizid nicht völlig aus.

In Brilon im Sauerland wurde bei Arbeiten für ein Windrad ein 53-jähriger Arbeiter von einer 20 Meter hohen Fichte tödlich getroffen. Der Baum hatte am Rande einer für die Arbeiten geschlagenen Schneise gestanden. Beim Eintreffen von Rettungskräften war der Mann bereits tot. Weil weiter hohe Gefahr drohte, zog sich die Bergung des Leichnams einige Zeit hin..

Sturm am Nachmittag am stärksten

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartete bis zum Abend Orkanböen von bis zu 120 Kilometern pro Stunde. Da im frühen Herbst Bäume noch belaubt seien, könnten diese leicht entwurzelt werden, warnte der DWD. In Hamburg kam es wegen umgestürzter Bäume bereits am Mittag zu erheblichen Behinderungen im U- und S-Bahnverkehr.

In Husum wurden aus Sicherheitsgründen vier von fünf Hallen geräumt, in denen 650 Aussteller bei der Messe „Husum Wind“ alles rund um Windenergienutzung vorstellen. Die Stadtverwaltung Flensburg empfahl, am Nachmittag und frühen Abend lieber zu Hause zu bleiben. Die städtischen Kindergärten wurden geschlossen. Auch in der Mitte und im Süden Deutschlands stürmt es, wenn auch schwächer.

Der Wetterdienst hatte eine Unwetterwarnung für Bremen, Hamburg und für nordseenahe Regionen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen herausgegeben. Auf dem Brocken im Harz wurden bereits Windgeschwindigkeiten von 149 Stundenkilometern gemessen, auf Helgoland in der Nordsee waren es am Mittag 105 Stundenkilometer.

Überschwemmungen durch Dauerregen drohen

In der Nacht zum Donnerstag droht in Südwestdeutschland ergiebiger Dauerregen. Der DWD rechnet örtlich mit 35 bis 50 Litern Regen pro Quadratmeter. Es könne zu Überschwemmungen kommen. Am Freitag flaut der Wind der Vorhersage nach deutlich ab, der Dauerregen wird von einzelnen Schauern abgelöst. (dpa/FMG)

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