Sternsinger zu Besuch bei Merkel

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Berlin. Bei der größten Solidaritätsaktion von Kindern haben Sternsinger aus allen deutschen Diözesen Spenden gesammelt. Zum 25. Mal besuchten Mädchen und Jungen das Kanzleramt und brachten den Segen "Christus segne dieses Haus". Rund um den Dreikönigstag sind rund 500 000 Sternsinger unterwegs.

Es ist ein silbernes Jubiläum im Kanzleramt: Zum 25. Mal haben Sternsinger aus 27 deutschen Diözesen ihren Segen für das neue Jahr überbracht und eine Spende für notleidende Kinder bekommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel nannte die Aktion ein «ganz wichtiges Zeichen», dass man gemeinsam viel erreichen könne. Rund um den Dreikönigstag beteiligen sich in diesem Jahr rund 500.000 Mädchen und Jungen am Spendensammeln.

Die vom Kindermissionswerk «Die Sternsinger» und dem Bund der Katholischen Jugend (BDKJ) getragene Aktion hat sich zur größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Seit ihrem Start 1959 wurden mehr als 651 Millionen Euro gespendet. Damit konnten rund 53.700 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt werden. Allein 2008 sammelten die Sternsinger 39,7 Millionen Euro.

Spenden für Kolumbien

Merkel erinnerte daran, dass 1984 Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) die Sternsinger erstmals im Kanzleramt in Bonn empfangen hat. Die aktuelle Aktion «Kinder suchen Frieden» hat Kolumbien als Beispielland.

BDKJ-Bundespräses Andreas Mauritz sagte, nirgendwo würden so viele Menschen entführt wie in Kolumbien. Vier Millionen Menschen seien dort auf der Flucht im eigenen Land. Merkel sagte zu, das Thema erneut ansprechen zu wollen, wenn der kolumbianische Präsident in diesem Jahr Deutschland besucht.

Die 108 Sternsinger brachten auch in diesem Jahr ihren Segen «Christus segne dieses Haus» ins Kanzleramt. Zum Dreikönigsfest am (morgigen) Dienstag sind sie auch bei Bundespräsident Horst Köhler eingeladen, ihr Kreidezeichen über das Portal am Schloss Bellevue zu schreiben. (ap)

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