„Stern TV“ bei RTL: Snowboarder (23) überlebt Nacht im Tiefschnee, weil er geniale Tricks draufhatte

Stern TV-Moderator Steffen Hallaschka.
Stern TV-Moderator Steffen Hallaschka.
Foto: RTL

Bei „Stern TV“ auf RTL erzählt der junge Snowboarder Leon Bareither (23) die unglaubliche Geschichte seines Überlebens: Schnee und Wind hatten ihn am vergangenen Samstag bei Zell am See von der Skipiste gedrückt. Aus eigener Kraft schaffte er es nicht mehr zurück auf die Strecke, weil der Schnee so tief war. „Wenn du erstmal runter bist dann schaffst du es nicht mehr hoch“, sagt der Bayer.

„Stern TV“ bei RTL: Snowboarder: Hilferufe bleiben ungehört

Der junge Wintersportler versuchte zurück zur Skipiste zu gelangen, um dort um Hilfe zu rufen. „Das hat irgendwie nicht geklappt“, erzählt Bareither „Stern TV“-Moderator Steffen Hallaschka. Stattdessen musste er einen anderen Weg finden, um durch den Tiefschnee in Sicherheit zu gelangen.

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Fast fünf Stunden irrte der Snowboarder durch den Wald. Am späten Nachmittag konnte er von weitem die Lichter der Bergrettung sehen, die bereits nach ihm suchte. Seine Hilfeschreie konnten sie nicht hören.

Bareither überlebt dank Bear Grylls

Es wurde dunkel. Bareither stieß auf einen Felsen, über dem ein Baum umgestürzt war. Er entschied sich, hier die Nacht zu verbringen. „Wie kamen Sie auf die Idee? Wieso sind Sie nicht weitergelaufen?“, fragt Hallaschka.

Als Grund nennt der junge Bayer die Tricks, die er einmal von Survival-Experte Bear Grylls im Fernsehen gesehen hat. Der ehemalige britische Elitesoldat testet für seine TV-Sendung „Bear Grylls: Escape from Hell" reale Unfälle in der Wildnis und testet, wie man in diesen Extremsituationen überleben kann.

Happy End für den Verschollenen

Bareither erinnerte in seiner Notsituation an Bear Grylls Worte. „Der hat gemeint, wenn so etwas ist, dann sollte man lieber übernachten, weil man sie weiß wo man hintritt", sagt der Snowboarder. Auch den Trick, bei Lawinen mit Spucke im Mund zu erkennen, wo oben ist, wenn man verschüttet wurde, hatte Bareither noch im Kopf.

Bei seiner Übernachtung rieb sich der junge Mann in Not auch mit Erde ein, um dadurch trocken zu werden, wie er es bei Bear Grylls gesehen hatte. „Für mich hat es geholfen, ich weiß nicht, ob es wirklich geholfen hat."

Die Tipps halfen dem Snowboarder beim Überleben in der eiskalten Nacht. Hatte er Todesangst? „Ich hatte eigentlich insgesamt immer eine positive Einstellung, aber ich hatte Angst, dass meine Familie mich beerdigen müsste und darauf hatte ich gar keine Lust", erzählt der Bayer.

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Und er hatte Glück: Nach Tagesanbruch zog er weiter und orientierte sich an den Verläufen der Gondeln. Dort entdeckte ihn ein Gondelführer aus mehreren Metern Höhe. Aus der Kabine konnten die Bergretter Bareither schließlich aus dem tiefen Schnee ziehen. „Das ist das beste Gefühl, das ich je hatte."

Schneemengen werden zur tödlichen Gefahr

Die Zahl der Bergunglücke in den Alpen ist in den letzten Tagen wegen des vielen Schnees gestiegen. Die Bedrohung durch das Winterwetter wird immer größer, zahlreiche Pisten bleiben gesperrt. In St. Anton wurde ein 16-jähriger Deutsch-Australier beim Skifahren von einer Lawine verschüttet und starb.

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Schneemassen: Schüler werden von Lawine verschüttet

In Österreich wurden sechs deutsche Schüler am Mittwoch von einer Lawine erfasst und zum Teil verschüttet. Sie überlebten, aber nahezu unverletzt.

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Ein Toter nach Skiunfall in Österreich

Im Beisein seiner Schüler ist ein 62 Jahre alter Lehrer nach einem Skiunfall auf der Mariazeller Bürgeralpe in Österreich gestorben.

Der Mann verlor aus bislang ungeklärter Ursache bei der Abfahrt einen Ski und stürzte links über den Pistenrand in einen steil abfallenden Wald.

Bis mindestens Mitte nächster Woche wird es nach Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes vor allem im Alpenraum weiter schneien. (mit dpa)

 
 

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