Sprachforscher adeln "Schland" mit Aufnahme in Nachschlagewerk

Das Wort "Schland" verbreitete sich während der Fußball-WM 2006 im ganzen Land. Auch in schriftlicher Form.
Das Wort "Schland" verbreitete sich während der Fußball-WM 2006 im ganzen Land. Auch in schriftlicher Form.
Foto: Sebastian Konopka, WAZ FotoPool
Die Gruppe Uwu Lena machte zur Fußball-WM 2010 einen Hit daraus. Das Wort "Schland" war freilich bereits beim "Sommermärchen" 2006 geboren. Nach dem Titelgewinn des DFB-Teams bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien kommt nun auch das Wort "Schland" zu wissenschaftlichen Ehren.

Mannheim. Acht Jahre nach der Sommermärchen-WM kommt die Wortschöpfung "Schland" zu besonderen Ehren. Das Mannheimer Institut für Deutsche Sprache (IDS) hat "Schland" in sein Nachschlagewerk Neuer Wortschatz aufgenommen, wie eine Sprecherin des Projektes Lexikalische Innovationen der Nachrichtenagentur dpa sagte.

Das Neuwörter-Nachschlagewerk definiert "Schland" dabei wie folgt: "Deutschland als Land, dessen Bewohner ihre Fußballnationalmannschaft in einer Welt- oder Europameisterschaft feiern."

Als Beispiele für eine typische Verwendung werden aufgeführt: "Schland rufen, Schland brüllen, Schland grölen, die inoffizielle WM-Hymne "Schland o Schland", T-Shirts mit dem Aufdruck Schland, ein fröhliches Schland, Schland feiert". Die Kommunikationssituation sei "meist mündlich", der Stil umgangssprachlich und zur Entstehung heißt es "seit Mitte des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts in Gebrauch". (dpa)