Spielplatz mit vermeintlicher Mini-Moschee sorgt für Protest

In Berlin-Neukölln sorgt ein neugestalteter Spielplatz für Diskussionen.
In Berlin-Neukölln sorgt ein neugestalteter Spielplatz für Diskussionen.
Foto: maximkabb / Getty Images/iStockphoto
Ein Berliner Spielplatz wird zu einem „Ali Baba und die 40 Räuber“-Spielplatz umgestaltet. Muslimische Symbole sorgen dabei für Ärger.

Berlin.  In Berlin sorgt ein Spielplatz mit muslimischen Symbolen für Diskussionen. Im Bezirk Neukölln soll in Kürze ein Kinderspielplatz eröffnet werden, der mit einem Spielturm mit Halbmond sowie symbolisch einem orientalischen Marktverkäufer und Kamelen gestaltet ist, schreibt die „Berliner Zeitung“. Dagegen formiert sich offenbar Protest.

Die Neuköllner Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) stellte gegenüber der Zeitung klar, bei den Spielgeräten handle es sich nicht um eine „Spielmoschee“, sondern um eine orientalische Burg mit Basar. Beim üblichen Beteiligungsverfahren der Nachbarschaft habe sich die Kita „Ali Baba und seine Räuber“ ein Spielgerät gewünscht, das die Geschichte ihres Namensgebers widerspiegele. So etwas sei Tradition im Bezirk, es gebe auch Spielplätze zu Käpt'n Blaubär oder Pippi Langstrumpf, erklärte demnach die Bezirksbürgermeisterin.

CDU-Innenpolitiker findet Bau „schwachsinnig“

Der Berliner CDU-Innenpolitiker Burkard Dregger nannte die Idee des muslimisch gestalteten Spielplatzes laut Zeitung „schwachsinnig“. Auch Eltern würden die Anlage kritisch sehen: „Es sieht zwar exotisch aus, aber Spielplätze sollten nicht mit Religion in Verbindung gebracht werden“, wird eine Mutter von der Zeitung zitiert.

Giffey sagte weiter, die Debatte über den muslimisch gestalteten Spielplatz sei „eine an den Haaren herbeigezogene Diskussion“. Es werde „eine vermeintliche Islamisierung Deutschlands herbeigeredet“, so die SPD-Politikerin. (epd)

 
 

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