Trio sammelt 400.000 Dollar Spenden für einen Obdachlosen – darum stehen sie jetzt vor Gericht

Ein US-Paar hat Spenden für einen Obdachlosen gesammelt. Doch dahinter steckte ein abgekartetes Spiel. (Symbolbild)
Ein US-Paar hat Spenden für einen Obdachlosen gesammelt. Doch dahinter steckte ein abgekartetes Spiel. (Symbolbild)
Foto: Hauke-Christian Dittrich / dpa

Es wirkte so, als hätten diese beiden Freunde aus den USA eine soziale Ader. Doch in Wirklichkeit war es ein abgekartetes Spiel. Nachdem drei US-Amerikaner eine Spendenkampagne gestartet haben, müssen sie sich nun vor Gericht verantworten.

Katelyn McClure und ihr Freund Mark D’Amico sollen angeblich auf einem Highway in Philadelphia unterwegs gewesen sein, als sie liegen blieben. Ein Obdachloser soll ihnen seine letzten 20 Dollar gegeben haben, um zu helfen. Das US-Paar habe daraufhin eine Spendenkampagne für den obdachlosen Veteranen Johnny Bobbit Junior ins Leben gerufen. Jetzt droht ihnen eine Haftstrafe.

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Im November 2017 habe das junge Paar die Spendenkampagne auf der Online-Plattform „GoFundMe“ gestartet, um sich für die Hilfe zu revanchieren. Das berichten auch die Stuttgarter Nachrichten.

In den Medien wurde die Geschichte 'rauf und runter gespielt. Und so klingelte auch die Kasse. Tausende Menschen spendeten, damit der Obdachlose sich endlich eine Wohnung und ein gebrauchtes Auto kaufen könnte.

Über 400.000 Dollar wurden bei der Spendenkampagne gesammelt

Und da dürfte auch das US-Paar gestaunt haben: Über 400.000 Dollar (356.000 Euro) ist in Summe auf dem Spendenkonto angekommen. Doch jetzt kam heraus: Die drei stecken unter einer Decke und machten gemeinsame Sache, tischten eine rührende Geschichte auf, um fett abzusahnen.

Jetzt beschäftigt der Fall die Staatsanwaltschaft in Burlington County – wegen Diebstahls durch Irreführung und Verschwörung. „Die Geschichte klang zu gut, um wahr zu sein. Leider war sie es. Die ganze Kampagne basierte auf einer Lüge“, erklärte der Staatsanwalt Scott Coffina der Zeitung.

Spenden-Plattform „GoFundMe“ habe angekündigt, die Spender zu entschädigen

„GoFundMe“ soll unterdessen angekündigt haben, die 14.000 Spender zu entschädigen. Der Haken an der Sache: Das Geld ist schon längst ausgegeben. Die Betrüger sollen sich davon einen neuen BMW gekauft haben. Auch sei eine Reise nach Las Vegas davon bezahlt worden. Schlappe 10.000 Euro seien laut Staatsanwaltschaft noch übrig. (js)

 
 

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