SPD-Blatt lädt verstorbenen Dieter Hildebrandt zu Fest ein

Dieter Hildebrandt ist im November 2013 gestorben. Jetzt bekam seine Witwe Renate Küster eine Einladung für ihren Mann - zum Sommerfest des SPD-Parteiblattes.
Dieter Hildebrandt ist im November 2013 gestorben. Jetzt bekam seine Witwe Renate Küster eine Einladung für ihren Mann - zum Sommerfest des SPD-Parteiblattes.
Foto: dpa (Archiv)
Der Kabarettist Dieter Hildebrandt – das ist wahr – hat viel für die SPD getan. Einst machte er Wahlkampf für die Kanzlerkandidaten der Partei. Mitglied war er nie. Das hielt die SPD nicht davon ab, dem Künstler über seinen Tod hinaus die Treue zu halten: Der "Vorwärts" lud ihn zum Sommerfest ein.

Essen. Die SPD hält dem verstorbenen Kabarettisten Dieter Hildebrandt („Scheibenwischer“, „Kir Royal“) auch nach seinem Tod noch die Treue. Wie sein früherer Agent Axel Hegmann in Essen erklärte, sei dem Künstler eine schriftliche Einladung zum Sommerfest des Parteiblatts „Vorwärts“ zugegangen.

Seine Witwe Renate Küster kreuzte auf der Faxanmeldung das Feld „Nein, ich kann leider nicht kommen“ an und setzte handschriftlich dazu, „weil ich, Dieter Hildebrandt, am 20. Nov. 2013 leider verstorben bin. Herzlichen Gruß, die Witwe“. Hildebrandt sympathisierte zeit seines Lebens mit den Sozialdemokraten; Parteimitglied war er indessen nie.

SPD verleiht dem Kabarettisten „den Status der Unsterblichkeit“

Dieter Hildebrandt hatte seit den 60er-Jahren bei Wahlkämpfen für SPD-Kanzlerkandidaten mitgemacht, von Willy Brandt über Helmut Schmidt, Hans-Jochen Vogel und Johannes Rau bis hin zu Oskar Lafontaine. Der scharfzüngige Künstler füllte den Politikern die Säle, wie sich Hegmann erinnert, und „ist umsonst aufgetreten“.

„Das wiederum“, fügte Hegmann launig hinzu, „hat die SPD nun bewogen, ihm den Status der Unsterblichkeit zugute kommen zu lassen.“

 
 

EURE FAVORITEN