Spanien: Urlauber werden von Flüchtlingsboot überrascht

Die afrikanischen Flüchtlinge erreichten Zahara de los Atunes auf einem Schlauchboot.
Die afrikanischen Flüchtlinge erreichten Zahara de los Atunes auf einem Schlauchboot.
Foto: Carlos Sanz / dpa
  • Am Mittwochnachmittag erreichte das Schlauchboot den Strand
  • Dort hielten sich zu dem Zeitpunkt viele Urlauber auf
  • In der Provinz Cádiz treffen vermehrt Flüchtlinge ein

Madrid.  Im Süden von Spanien wurden Strandurlauber von der Ankunft eines Flüchtlingsbootes mit rund 50 Insassen überrascht. Nachdem ihr Boot die Playa de los Alemanes in Zahara de los Atunes im Süden des Landes erreicht hatte, liefen die Menschen inmitten der perplexen Badegäste hektisch über den gut besuchten Strand, wie Amateuraufnahmen zeigen.

Die Migranten hätten Spanien am Mittwochnachmittag erreicht, bestätigten die zuständigen Behörden. Ein Sprecher der paramilitärischen Polizeieinheit Guardia Civil teilte mit, dass die Ankunft so vieler Flüchtlinge am helllichten Tage und an einem belebten Strand zwar ungewöhnlich sei. Seit Wochen träfen aber an der Küste der Provinz Cádiz immer mehr Flüchtlingsboote ein.

Auch auf Mallorca kommen vermehrt Bootsflüchtlinge an

Nach Angaben des spanischen Seerettungsdienstes wurden allein zwischen Mittwoch und Donnerstagvormittag vor der Südküste des Landes insgesamt 32 Flüchtlinge aus vier Booten gerettet. Auch die Urlaubsinsel Mallorca verzeichnet in diesem Sommer deutlich mehr eintreffende Migranten als in den Vorjahren.

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Zuletzt nahm auch der Ansturm auf die spanischen Nordafrika-Exklaven Ceuta und Melilla deutlich zu. Erst am vergangenen Montag gelang es 187 Flüchtlingen, von Marokko aus in Ceuta auf spanisches Gebiet zu gelangen. Ein Ansturm von rund 700 Migranten wurde in der Nacht zum Donnerstag von marokkanischen Beamten abgewehrt, wie die Zeitung „El País“ unter Berufung auf die Behörden berichtete.

Nach Angaben des Innenministeriums sind in der ersten Jahreshälfte von 2017 knapp 11.000 Flüchtlinge neu in Spanien angekommen. Das seien 104 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, hieß es. (dpa)

 
 

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