So schädlich sind E-Zigaretten wirklich

Studien zeigen, E-Zigaretten sind weniger harmlos, als gedacht. (Symbolbild)
Studien zeigen, E-Zigaretten sind weniger harmlos, als gedacht. (Symbolbild)
Foto: Mark Blinch / REUTERS
  • E-Zigaretten sind als eine harmlose Alternative zum konventionellen Rauchen bekannt
  • Verschiedene Studien beweisen aber, dass das gar nicht stimmt
  • So schädlich sind E-Zigaretten wirklich

Berlin.  Immer mehr Raucher schwören seit einigen Jahren auf E-Zigaretten – in der Hoffnung, sie seien weniger gesundheitsschädlich als herkömmliche Glimmstängel. Ein Irrglaube, wie viele Studien zeigen.

Das Geschäft mit dem elektronischen Rauchen boomt weltweit. Der Ruf der E-Zigarette als harmlose Alternative ist allerdings in vieler Hinsicht gefährlich, wie ein Bericht der „Ärzte Zeitung“ zeigt.

Nicht nur, dass mehr junge Menschen über E-Zigaretten den Einstieg zum Rauchen finden, auch die Zahl der Doppelraucher, also derjenigen, die sowohl konventionell als auch elektronisch rauchen, nehme zu.

Bluthochdruck und Atemwegsbeschwerden

Eine Studie des Danderyd Universitätshospitals in Stockholm hat in einer Forschergruppe um den Mediziner Magnus Lundbäck herausgefunden, dass E-Zigaretten in nur einer halben Stunde zu Bluthochdruck sowie zu einer gesteigerten Pulsfrequenz führen können.

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Lundbäck zu den Ergebnissen der Studie: „Wir gehen davon aus, dass chronischer E-Zigaretten-Konsum langfristig die Gefäße versteift und dass das Nikotin dafür verantwortlich ist.“ Anders als häufig behauptet, enthalten E-Zigaretten nämlich auch Substanzen, die schädlich für die Atemwege sind.

Eine weitere Untersuchung unter 30.000 Personen der Umea Universität in Schweden machte außerdem deutlich, dass speziell Doppelraucher mit 56 Prozent signifikant häufiger an Atemwegsbeschwerden leiden.

Beliebte Entwöhnungsvariante

Bei diesen Erkenntnissen wirkt dieser Fakt gar unsinnig: Immer mehr Menschen versuchen, sich mit E-Zigaretten das Rauchen abzugewöhnen. Während Nikotinersatztherapien und Entwöhnungskliniken stetig weniger genutzt werden, stiegen die Versuche mit E-Zigaretten in den letzten Jahren von 3,7 auf 11 Prozent an. (alka)

 

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