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So klingt das neue Polizei-Signal „Yelp“

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Landesweit werden 2000 Funkstreifenwagen mit der US-Sirene ausgerüstet. Foto: Sven Hoppe/ dpa
Polizeisirenen an deutschen Streifenwagen können künftig neben „Tatü Tata“ auch ein spezielles Anhalte-Signal von sich geben. Der Sinn: Zu stoppende Autos müssten von der Polizei nicht mehr extra überholt werden.

Berlin. 

Deutsche Polizeiwagen sollen künftig mit einem neuen Signal und einer Sirene nach US-Vorbild ausgerüstet werden

– falls die Länder das so wollen. Das geht aus der geänderten Straßenverkehrszulassungsordnung hervor, die kürzlich bundesweit in Kraft getreten ist.

Im Detail geht es in punkto Polizeifahrzeuge darum, den bisherigen Warnton der Sirenen („Tatü Tata“) um ein „Yelp“-Geräusch zu ergänzen, wie es an US-Einsatzfahrzeugen verbreitet ist. Dabei handelt es sich um einen zusätzlichen Sirenenton, der laut Verordnung „mit einer Folge von Klängen verschiedener Grundfrequenz“ als „Anhaltehorn“ dienen soll.

So klingt „YELP“

Neues Warnhorn und neue Warnlichter für Polizeifahrzeuge

Zudem können Streifenwagen nun auch mit roten Blinklichtern ausgestattet werden, die anders als die bisherigen blauen Warnlichter, nur in eine Richtung strahlen – nach vorne – und ebenfalls als Anhalte-Signal wirken sollen. Der Sinn der Sache: Streifenwagen sollen besser wahrgenommen werden können, außerdem müsste ein vorausfahrendes Auto nicht mehr eigens überholt werden, um es zum Halten zu bringen.

Die hessische Landesregierung hat bereits vor zehn Jahren die neuen Sirenen eingeführt, die den Polizisten das Anhalten von Autos bei Kontrollen erleichtern soll – und sie hat nach eigenen Angaben gute Erfahrungen damit gemacht. „Weil sich die Länder damals nicht einigen konnten, haben wir es alleine gemacht“, sagte der Sprecher des hessischen Innenministeriums, Mark Kohlbecher, auf Anfrage. „Und wir haben die Einführung vor zehn Jahren nicht bereut.“ (dpa/WE)