So kämpft eine Zehnjährige um ein Interview mit Donald Trump

Er ist der mächtigste Mann der Welt. Doch der erst zehnjährigen Journalistin Hilde Kate Lysiak beeindruckt das kaum. Sie will US-Präsident Donald Trump interviewen.
Er ist der mächtigste Mann der Welt. Doch der erst zehnjährigen Journalistin Hilde Kate Lysiak beeindruckt das kaum. Sie will US-Präsident Donald Trump interviewen.
Foto: Kevin Lamarque / REUTERS
Hilde Lysiak ist Zeitungsgründerin und berichtete schon über Mord. Nun will die zehnjährige Reporterin ein Interview mit Donald Trump.

Selinsgrove.  Als Journalistin ist sie stets neugierig, als Reporterin unheimlich schnell, als Herausgeberin ihrer eigenen Zeitung, der „Orange Street News“, erfolgreich – dabei ist Hilde Kate Lysiak erst zehn Jahre alt. Für ihre journalistische Arbeit hat sie sich ein großes Ziel gesetzt: ein Interview mit dem US-Präsidenten.

Das Mädchen aus Selingsgrove, einem kleinen Städtchen im US-Bundesstaat Pennsylvania, schaffte es vor gut einem Jahr zu ein wenig Berühmtheit. Anfang April 2016 berichtete sie über einen Mordfall in ihrer Stadt, und das schneller als die Lokalpresse.

Hilde steckt sich hohe journalistische Ziele

Damals kritisierten Internet-Nutzer, ein Mord sei nichts, womit sich ein Mädchen ihres Alters beschäftigen sollte. Doch gerade ihre Kritiker waren es, die Hilde Aufmerksamkeit und viel Lob bescherten.

Nun verfolgt die junge Journalistin die nächste große Geschichte. Sie möchte ein Interview führen. Und zwar mit niemand Geringerem als Donald Trump. Denn am Wochenende soll der US-Präsident zu Gast in Harrisburg sein, einer etwa 50 Meilen von ihrem Heimatort entfernten Stadt.

„Kann mir bitte jemand helfen?“

Auf der Facebook-Seite ihrer Zeitung schrieb sie über die Probleme, die ihr dieses Vorhaben bereiten. „Ich habe seinen Angestellten E-Mails geschrieben wie eine Stalkerin“, berichtet sie, doch niemand habe sich bei ihr gemeldet. Ihr sei durchaus bewusst, dass der Präsident sehr beschäftigt sei. Dennoch hofft Hilde auf ein paar Minuten vor oder nach seiner Kundgebung in Harrisburg. „Kann mit bitte jemand helfen?“, fragt sie verzweifelt auf Facebook.

Tatsächlich bekommt sie von den Nutzern viele hilfreiche Tipps. Trump selbst, seine Tochter Ivanka oder das Pressebüro des Weißen Hauses anzutwittern, raten ihr gleich mehrere Nutzer. Darauf ist die clevere Journalistin aber natürlich schon selbst gekommen – und hat ihr Glück bislang nicht nur einmal versucht.

Manche Facebook-User verlinken aber auch aktiv Persönlichkeiten, die der jungen Journalistin weiterhelfen sollen, wie etwa Ivanka Trump, die Talk-Moderatorin Ellen DeGeneres oder den NBC12-Journalisten Curt Autry.

Begeisterung über journalistisches Engagement

Bislang hat sich zumindest über die Facebook-Kommentarfunktion noch niemand dieser Prominenten bei Hilde gemeldet. Ob sie ihr Interview bekommen wird? Die meisten Facebook-Nutzer sind begeistert von Hildes Engagement. Sie wünschen ihr viel Glück bei ihrem Vorhaben.

Einige sprechen aber auch Warnungen aus. „Selbst wenn du ein Interview mit ihm bekommst, denk dran, dass er dich vermutlich als ,Fake News’ abstempeln wird“, schreibt eine Nutzerin. Ein anderer ermuntert sie: „Stör dich nicht dran. Von The Donald als ,Fake News’ beschimpft zu werden, wäre eine Auszeichnung.“

 
 

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