Sie waren auf dem Weg zum Final-Spiel: Brasilianisches Erstliga-Team stürzt mit Flugzeug ab

Die Mannschaft des brasilianischen Erstliga-Teams Chapecoense war mit dem Flieger auf dem Weg zur ersten Finalrunde des Südamerika-Cups.
Die Mannschaft des brasilianischen Erstliga-Teams Chapecoense war mit dem Flieger auf dem Weg zur ersten Finalrunde des Südamerika-Cups.
Foto: dpa
  • In Kolumbien ist ein Flugzeug abgestürzt
  • An Bord waren auch brasilianische Fußballprofis auf dem Weg zur Finalrunde des Südamerika-Cups
  • Es gibt Berichte über Überlebende

Bogotá.  Ein aus Bolivien kommendes Flugzeug mit mehr als 80 Menschen an Bord ist in Kolumbien abgestürzt. Das sagten Flugbehörden des Departements Antioquia am frühen Dienstag dem Fernsehsender Caracol.

Die Maschine sei bei dem Berg El Gordo in der Nähe der Ortschaft La Unión vom Radar verschwunden, teilte der Leiter der Luftfahrtbehörde von Antioquia, Alfredo Bocanegra, mit.

Rettungseinsatz wegen schlechter Sicht abgebrochen

In einer bei Twitter verbreiteten Pressemitteilung des Flughafens ist von sechs Überlebenden die Rede. Die Absturzstelle liege in schwer zugänglichem Gebiet und sei nur vom Boden aus zu erreichen.

Ein Helikopter habe den Einsatz wegen schlechter Sichtverhältnisse abbrechen müssen.

An Bord der Charter-Maschine war auch das brasilianische Erstliga-Fußballteam Chapecoense, das am Mittwoch in Medellín das erste Spiel der Finalrunde des Südamerika-Cups gegen Atlético Medellín bestreiten sollte.

Ein vor einigen Stunden auf Twitter verbreitetes Foto zeigt die Mannschaft. Wann das Foto aufgenommen wurde, ist aber unklar.

Besatzung soll Notruf abgesetzt haben

Der Flugzeug-Trackingdienst flightradar24.com hat bei Twitter bestätigt, dass das Transpondersignal der Maschine etwa 30 Kilometer vom Zielflughafen entfernt abgerissen ist.

Laut lokaler Medien soll die Besatzung einen Notruf abgesetzt haben. Dann sei die Maschine verschwunden.

Wie mehrere kolumbianische Medien berichten, war das Flugzeug in der bolivianischen Stadt Santa Cruz nahe der brasilianischen Grenze gestartet. (dpa/küp/sdo)